Hilfsaktion - Knapp 80 Rentner und Kleinverdiener mit Care-Paketen versorgt Jeder kann Nachbarschaftshilfe stärken

Von 
nb
Lesedauer: 
Die Gruppe „Einfach social“ engagiert sich für Rentner und Kleinverdiener, in dem sie Essenspakete an Hilfsbedürftige verteilt. © Bernd Klumpp

Adelsheim/Sennfeld. . Die Gruppe „Einfach social“ rund um den Sennfelder Bernd Klumpp hat schon in der Vergangenheit einige soziale Projekte ins Leben gerufen. Beispielsweise verteilte sie Tierfutter und -spielzeug an Rentner, die bei der Verpflegung ihres Vierbeiners Unterstützung benötigen. Mit Kleinverdienern oder auch Senioren unternimmt er immer wieder Ausflüge in Freizeitparks oder zu Konzerten.

AdUnit urban-intext1

Die Gruppe wollte auch in Zeiten des Corona-Virus helfen und startete deshalb das Projekt „Gutscheine in der Krise“. Mit einem Video unterstützt der Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann (CDU) das Projekt.

Zehn Helfer

Die Aktion soll Rentnern und Kleinverdiener-Familien helfen, die sich schämen, zur Tafel zu gehen und dort Nahrungsmittel für sich zu holen. „Diese Leute sagen: ,Ich gehe doch arbeiten und verdiene mein eigenes Geld, dann muss ich nicht zur Tafel gehen.‘Aber am Ende des Monats haben sie vielleicht weniger als ein Bezieher von Arbeitslosengeld II. Daher wollen wir speziell diese Leute unterstützen“, erklärt Klumpp. Der 52-Jährige und seine zehn Helfer kooperieren dafür mit der Einzelhandelskette Kaufland, speziell mit dem Markt in Buchen. Dieser stellt Waren wie Getränke, frisches Obst und Gemüse, aber auch Süßigkeiten und Waschmittel zur Verfügung, die dann von Klumpp selbst oder einem seiner Helfer abgeholt und rationsweise verpackt werden. Natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Regeln, soweit das möglich ist.

Pakete für eine Woche

„Die Pakete, die wir zusammenstellen, sollen dann immer für eine Woche reichen“, erklärt der Sennfelder. Wenn jemand anruft und etwas benötigt, bringt es jemand aus der Gruppe vorbei – so das Prinzip. Außerdem übernehmen die Mitglieder Einkaufsfahrten für Personen, die zur Risikogruppe gehören. Diese rufen einfach bei der Organisation an oder melden sich über die Website (einfach-social.de), schildern, was sie benötigen, und die Helfer gehen für sie einkaufen.

AdUnit urban-intext2

Durch die Kooperation mit Kaufland erhält auch jeder Einzelne zuhause die Möglichkeit, die Hilfsbedürftigen zu unterstützen. „Wenn jemand etwas Gutes tun möchte, kann er die Website und darauf das Projekt ,Gutscheine in der Krise’ aufrufen. Über einen Link gelangt man dann auf die Seite von Kaufland und kann dort einen Einkaufsgutschein erwerben. Diesen sendet jeder dann unbürokratisch an jemanden, der diesen braucht. Man hat auch die Möglichkeit, ihn bei Person einzuwerfen, der seiner Meinung nach hilfsbedürftig ist“, so der Initiator.

Dabei sei es auch ganz egal, ob es der Rentner von nebenan sei oder die Großfamilie mit eigenem Restaurant, welches jetzt schließen musste, erklärt Klumpp. „Jeder kann einfach sozial sein. Ich erhoffe mir, dass dieses Projekt nicht bei uns in Adelsheim bleibt, sondern dass sich jeder engagiert, der das möchte. Egal wo, aktuell gibt es überall Menschen, die Unterstützung brauchen.“

AdUnit urban-intext3

Klump berichtet, dass die Gutscheine bei ihm auch abgegeben werden können, falls man niemanden kennt, der Hilfe benötigt. Die Gruppe verteilt diese dann an andere Hilfsbedürftige.

Mehr geht aktuell nicht

AdUnit urban-intext4

Bernd Klumpp und seine Helfer starteten das Projekt am vergangenen Freitag. Seitdem haben sie es geschafft, bereits knapp 80 Personen mit Paketen zu versorgen. „Damit sind wir am Limit. Mehr können wir aktuell nicht stemmen. Daher ist es so wichtig, dass jeder mitmacht und die Nachbarschaftshilfe stärkt. Ich würde mir wünschen, dass sich das Projekt weiter entwickelt und wir damit viele Leute glücklich machen. Und wer weiß, vielleicht helfen die dann beim nächsten Mal auch mit.“ nb