Vorarbeiten laufen auf Hochtouren - Hangsicherung am Eckenberg für die Umgehungsstraße / Bohren, Anker setzen und Spritzbetonarbeiten / Viele Baufahrzeuge am Werk In vier Wochen beginnt der Brückenbau

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Daniela Käflein
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Laut und staubig ist es derzeit auf der Baustelle der Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken, denn der Eckenberg wird vor dem Bau der Seckachtalbrücke vor dem Abrutschen gesichert. Dies geschieht, indem Anker gesetzt und Beton in den Hügel eingefüllt wird. "Die eigentlichen Brückenbauarbeiten beginnen voraussichtlich im Oktober", erklärt Arno Baur, Leiter der Außenstelle Buchen des Straßenbauamtes Heidelberg, im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

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Mit dem Bau der Seckachtalbrücke geht das Projekt Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken weiter. Die Vorarbeiten dafür laufen zurzeit auf Hochtouren.

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Adelsheim. Das Bauwerk soll vom hinteren Eckenberg über die Seckach hinauf zum Damberg führen. So ist gerade die Firma Feldhaus aus Schmallenberg im Sauerland damit beschäftigt, die Hänge des Eckenbergs zu sichern.

Der Eckenberg - das hat sich schon beim Bau des Tunnels gezeigt - macht es den Firmen nicht gerade leicht. Schon damals kam den Bauarbeitern der Hang fast entgegen. Aus diesem Grund wurde der Hügel nicht - wie ursprünglich geplant - mit einem Stahlnetz überspannt. Vielmehr mussten jeden Tag 50 Tonnen Beton in den Eckenberg gepumpt werden, um den Hang zu sichern. Zehn Meter lange Nägel und Stahlmatten wirkten zusätzlich.

Bauauftrag für die Brücke

"Auch zurzeit wird gebohrt, werden Anker gesetzt und Spritzbetonarbeiten durchgeführt", erklärt Arno Baur, Leiter der Außenstelle Buchen des Straßenbauamtes Heidelberg, im Gespräch mit den FN. Schließlich habe man den Berg geologisch untersuchen lassen. Nach aktuellen Erkenntnissen sei dies die beste Möglichkeit, den Hang zu halten.

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Der Bauauftrag für die Brücke selber ging an die Firma Leonhard Weiss. Die fünffeldrige Talbrücke hat eine Länge von rund 290 Metern. Die Gründung der Brücke soll über 79 Ortbeton-Großbohrpfähle erfolgen, die 1,50 Meter stark sind und 37 bis 38 Meter tief in den Boden getrieben werden.

Verbaut werden laut Ausschreibung etwa 4400 Kubikmeter Bohrpfahlbeton, 3900 Kubikmeter Stahlbeton und 3500 Kubikmeter Spannbeton für den Überbau sowie 1750 Tonnen Betonstahl und 225 Tonnen Spannstahl.

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Das gesamte Bauwerk der Seckachtalbrücke soll auf insgesamt zwölf Brückenlagern ruhen. Zur Sicherung werden etwa 650 Meter Stahlgeländer benötigt.

35 000 Kubikmeter Erdabtrag

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Die Straßenbauer kalkulieren mit einem Erdabtrag von 35 000 Kubikmetern und mit einem Erdauftrag von 37 000 Kubikmetern. Zu asphaltieren sind ungefähr 5000 Quadratmeter Verkehrsfläche. Darin werden 780 Meter Rohrleitungen verbaut.

"Die eigentlichen Brückenbauarbeiten beginnen voraussichtlich im Oktober", erklärt Arno Baur abschließend im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

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