Aus dem Adelsheimer Gemeinderat - In der Kernstadt sollen die Schallschutzwände in strittigen Bereichen optimiert werden / Entscheidung für Adelsheim vertagt In Sennfeld wird es keine Lärmschutzwände geben

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dani
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Adelsheim. Das Thema „Lärmschutzwände“ beschäftigt Bürger und Stadträte in Adelsheim schon seit einiger Zeit. Bei einer Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn wurden die förderfähigen Maßnahmen den betroffenen Anwohnern vorgestellt und beim Bürgerforum die anstehenden offenen Fragen gesammelt.

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Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Vertreterin der Deutschen Bahn AG informierten sich Gemeinderat, Stadtverwaltung und interessierte Einwohner noch einmal an Ort und Stelle (die FN berichteten). „Jetzt braucht die DB eine Entscheidung der Stadt Adelsheim“, betonte Bürgermeister Wolfram Bernhardt. Während die Bahn bisher darauf bestanden habe, dass die Lärmschutzwände entweder komplett oder gar nicht erstellt werden, habe sich beim Vor-Ort-Termin gezeigt, dass die Bahn in dieser Hinsicht diskussionsbereit sei, sofern die Kosten-Nutzen-Relation stimme. „Das ist eine Neuerung“, stellte das Stadtoberhaupt fest.

Wie Stadtrat Harald Steinbach zusammenfasste, wolle in Sennfeld niemand die Schallschutzwand. „In Adelsheim geht es jetzt darum, das Bauvorhaben der Bahn in strittigen Bereichen zu optimieren. Das sollten wir als Stadt der Bahn vorschlagen“, machte er deutlich und ergänzte: „Das Problem ist, die Schallberechnung basiert auf den Zahlen von 2016. Wenn die Züge bis Ende des Jahres umgerüstet sind, stimmt das ohnehin nicht mehr.“

Stadträtin Heide Lochmann schlug vor, die Entscheidung für Adelsheim zu vertagen und die betroffenen Bürger aus Adelsheim noch einmal einzuladen. Außerdem solle sich die Verwaltung kundig machen, ob auch private Schallschutzwände bezuschusst werden.

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Nachdem sich die Stadträte Ralph Gaukel und Dr. Christian Häußler für befangen erklärt hatten, traf der Gemeinderat einstimmig die Entscheidung, in Sennfeld keine Lärmschutzwände zu errichten. Bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurde die Entscheidung in Adelsheim noch einmal vertagt und beschlossen, die Betroffenen zum geänderten Plan ein weiteres Mal einzuladen.

Schotterweg wird errichtet

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Gemeindeverbindungsstraße Adelsheim-Hergenstadt und Merchingen-Dörnishof. Die Straße befindet sich auf einem privaten Grundstück im Distrikt „Oberer Hergenstadter Wald“, wie Bürgermeister Bernhardt deutlich machte. Da die Straße in einem schlechten Zustand sei, hätten sich Stadtverwaltung und Eigentümer darauf verständigt, die Straße dem Kraftfahrzeugverkehr zu entziehen. „Von der Stadt soll ein Schotterweg errichtet werden, der auf die Bewirtschaftung von Feld- und Waldgrundstücken begrenzt ist“, erläuterte das Stadtoberhaupt.

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Stadträtin Heide Lochmann regte an, die Verwaltung solle dazu überprüfen, inwieweit der Weg auch als Radweg in Frage komme. Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Nutzung zum beschränkt öffentlichen Weg frühestes zum 1. April 2021 seine Zustimmung. dani