Ganztagsgymnasium - Die Freude über die schnelle Zusage des Landes zur Förderung der Sanierung ist groß – ebenso wie die Höhe der Fördersumme: 7 052 000 Euro Im „Turbotempo“ soll es weitergehen

Von 
Melanie Müller
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In der Aula des GTO, dem Herz der Schule, begann der Rundgang, an dem sich neben Landrat Dr. Brötel und Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel sowie deren Stellvertreter Uwe Rossa zahlreiche Gäste beteiligten, darunter Anja Bauer vom Regierungspräsidium. © Melanie Müller

Mit über sieben Millionen Euro Fördermitteln hat die Landesregierung das GTO bedacht. Damit steht der Sanierung, deren Notwendigkeit unumstritten ist, nichts mehr im Weg. 2019 soll es losgehen.

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Osterburken. Die Freude über die schnelle Zusage des Landes zur Förderung der Sanierung des Ganztagsgymnasiums in Osterburken ist groß – ebenso wie die Fördersumme: 7 052 000 Euro, denn: „Die Notwendigkeit der Maßnahme ist seit langem unumstritten“, so Landrat Dr. Achim Brötel bei der kurzfristig anberaumten Vorstellung des weiteren Vorgehens am Mittwoch im GTO.

Nicht einmal drei Wochen nach dem Start des Förderverfahrens habe man den Antrag auf Bezuschussung beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht – und mit einem Förderentscheid „bis zu den Sommerferien“ gerechnet. „Sensationell schnell“ – und zwar am Montag (die FN berichteten) – habe das Kultusministerium schließlich die Sanierungsmaßnahmen, die gefördert werden, bekannt gegeben.

Das Bauvolumen bezifferte Dr. Brötel mit insgesamt 9 067 222 Euro. Die Baukonstruktionen wurden mit rund 4,47 Millionen Euro veranschlagt, für die technische Anlagen sind rund 2,95 Millionen Euro vorgesehen, für die Baunebenkosten rund 1,63 Millionen Euro.

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Seinen Dank richtete der Landrat sowohl an das Regierungspräsidium als auch an das Land – insbesondere an Anja Bauer und deren Team sowie Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, aber auch an die Landtagsabgeordneten Peter Hauk und Georg Nelius für deren „ausgesprochen positive Begleitung und Unterstützung“.

Bei den 7 052 000 Euro handele es sich um den mit Abstand höchsten Einzelförderbetrag im gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe und die dritthöchste Einzelförderung landesweit. Die Förderquote: 77,77 Prozent. Die 2 015 222 Euro Restfinanzierung seien bereits als Ansätze komplett in den Kreishaushalten 2017 und 2018 veranschlagt. „Die Finanzierung ist definitiv in voller Höhe gesichert.“

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Nun werde man sich zunächst an die Entwurfsplanung machen. „Das ist ein sehr komplexes Vorhaben“, weil die Umsetzung während des laufenden Schulbetriebs vonstattengehen wird.

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Gerade deshalb wolle man „besondere Sorgfalt auf die Planung verwenden, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Ziel sei es, die GUS (Gesellschaft für Umweltplanung) Stuttgart damit zu beauftragen, die Planung der Bauabläufe und der Bauabschnittsbildung (Raumbelegung/Raumbedarf/Nutzungs- und Funktionseinheiten) zu optimieren.

Bei der nächsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Partnerschaftsausschusses werde man darüber beraten und den Auftrag vergeben. Beraten werden soll auch über die Beauftragung der Tragwerksplanung. „Wir setzen alles daran, dass es im selben Turbotempo weitergeht.“

Einen besonderen Dank richtete der Landrat an die Stadt für das hervorragende Miteinander, denn: Während der Bauphase dürfen die Schüler des GTO Ausweichräume im Altbau der Realschule nutzen. Vorgesehen sei es, im Erdgeschoss sechs bis acht Ausweich-Klassenzimmer herzurichten.

„Wir waren und wir sind bestens vorbereitet und bis in die Zehenspitzen motiviert“, so Dr. Brötels Fazit. Es habe sich absolut bewährt, „dass wir das so offen im Kreistag miteinander diskutiert haben – und zwar in alle Richtungen, einschließlich der Überlegungen für einen Ersatzneubau. Die jetzige Lösung, die Sanierung im Bestand, sei die eindeutig bessere. „Das wird uns durch die Förderentscheidung des Landes ja sozusagen schwarz auf weiß bestätigt.“

Der Historie gerecht werden

Der Schulleiterin des GTO, Oberstudiendirektorin Regina Krudewig-Bartel, und deren Stellvertreter Studiendirektor Uwe Rossa dankte der Landrat „für die ausgesprochen konstruktive und positive Begleitung des gesamten Prozesses“. Auch in Zukunft wolle man den „ständigen Kontakt“ halten.

Dank ging auch an das Büro Ecker Architekten und die eigene Mannschaft, allen voran Michael Schork, Peter Fieger und Dietmar Gehrig.

„Wir freuen uns riesig, dass es jetzt tatsächlich losgehen kann, wenngleich es bis dahin sicher auch noch einiger weiterer Vorarbeiten bedarf. Aber: Wir werden 2019 definitiv mit der Baumaßnahme starten.“

Diese stellte im Anschluss Diplom-Ingenieurin Dea Ecker vor, die das GTO als „eine ganz besondere Schule“ bezeichnete: eine „Vordenker- und Modellschule“. Gerade deshalb stehe man bei der sogenannten „Hüllensanierung“ vor der besonderen Aufgabe, der Historie des Gebäudes, das 1972 mit dem Hugo-Häring Preis ausgezeichnet wurde, gerecht zu werden. Geplant sei, die Fassade komplett auszutauschen. Nach dem „Rückbau zum reinen Skelett“ sollen die neuen Fassadenplatten und die neuen Fenster möglichst schon im Paket eingebaut werden. Die Sheddachform soll beibehalten werden. Ertüchtig werden müssen unter anderem Heiztechnik und Lüftung.

Anja Bauer vom Regierungspräsidium Karlsruhe freute sich, „mit vollen Händen“ etwas mitbringen zu können. Sie sprach von „gut investiertem Geld“, das den Schülern zugutekomme, wenn es gelinge, das pädagogische Konzept mit der Architektur in Einklang zu bringen.

„Rundum happy“

Von „einem glücklichen Tag für Landkreis und Stadt“ sprach Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm. Man sei „rundum happy“, dass „unser Schulstandort“ durch die Sanierung des GTO eine weitere Aufwertung erfahre.

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