Initiative für Freiflächenphotovoltaik - Der Stadtverwaltung Adelsheim wurden 30 Hektar angeboten / EAN-Informationsveranstaltung am 14. Oktober Flächen werden nun auf ihre Eignung geprüft

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Adelsheim. Damit auf der Gemarkung Adelsheim bald so viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, wie Firmen und Bürger verbrauchen, hat die Stadtverwaltung nun erste Schritte unternommen. Das teilt Bürgermeister Wolfram Bernhardt mit.

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Zum einen wird es am 14. Oktober eine Infoveranstaltung zum Thema „Sonnenstrom vom eigenen Hausdach“ im Kulturzentrum der Stadt Adelsheim geben. Dabei informieren die Experten der Energieagentur des Neckar-Odenwald Kreises (EAN) über die aktuelle Förderkulisse, die Möglichkeit des Eigenstromverbrauchs sowie über das EAN-Angebot einer kostenlosen Erstberatung. Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Bürgermeister Bernhardt freut sich, dass die Energieagentur als neutrale Beratungseinrichtung vom Landkreis sich schon seit Jahren für diese Form der Stromerzeugung einsetzt. „PV-Anlagen auf dem eigenen Hausdach sind ein doppelter Gewinn: Es werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt außerdem lohnt sich durch die Eigenstromnutzung diese Form der Stromerzeugung auch noch finanziell.“

Neben der Nutzung von Hausdächern bedarf es noch anderer Maßnahmen, wenn Adelsheim in absehbarer Zeit energieautark sein soll. So hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause bereits ein Konzept zur Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen (FPA) verabschiedet.

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Am 4. September rief die Verwaltung Grundstückseigentümer dazu auf, sich bis Ende Oktober zu melden, wenn sie ihre Flächen zur Errichtung von FPA zur Verfügung stellen möchten. Bis Ende der Frist hat die Verwaltung knapp 30 Hektar angeboten bekommen, so Bernhardt.

Diese Flächen werden nun nach unterschiedlichen Kriterien geprüft – wie beispielsweise hinsichtlich der Einsehbarkeit, der Nähe zum Netzeinspeisepunkt und der Bodenqualität. „Bis man die erste Freiflächenphotovoltaikanlage baut, wird noch einige Zeit vergehen“, so Bürgermeister Bernhardt. Schließlich wolle man bei einem so großen Eingriff in die Landschaft auch ein ökologisch ausgewogenes Konzept realisieren.

Sorgen ernst nehmen

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Die Sorge einiger Bürger, dass FPA zwangsläufig zulasten der Natur gehen, wolle man ernst nehmen. Schließlich gibt es bereits genügend negative Beispiele, welche diese Sorge bestätigen. „Inzwischen gibt es jedoch auch zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass FPA viel mehr können als nur Strom produzieren. Das reicht von der Schafbeweidung über die Erstellung von Blühwiesen für Bienen bis hin zur Kombination von höher aufgeständerten PV-Modulen, unter denen nach wie vor die landwirtschaftliche Nutzung möglich ist.“

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Da die Realisierung solcher Projekte nur mit einer Bürgerbeteiligung in Form einer Genossenschaft erlaubt sei, könne sich jeder Bürger bei der Ausgestaltung und Realisierung solcher Projekte einbringen.

Darüber hinaus könne die Genossenschaft dann ganz eigene Projekte entwickeln, wie beispielsweise Dächer von Privatpersonen, Firmen oder öffentlichen Gebäuden zum Bau von PV-Dachanlagen pachten.