„St. Marien“ in Adelsheim - Neuer Kirchenvorplatz offiziell eingeweiht / Großzügige Spender trugen zur Finanzierung bei „Etwas Wunderschönes geschaffen“

Von 
Liane Merkle
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Der neue Kirchenvorplatz der Pfarrkirche „St. Marien“ in Adelsheim wurde am Wochenende offiziell eingeweiht. Pfarrer Andreas Schneider segnete diesen im Anschluss an den Gottesdienst. © Liane Merkle

Der neue Kirchenvorplatz von St. Marien“ in Adelsheim wurde am Wochenende offiziell seiner Bestimmung übergeben. Pfarrer Andreas Schneider übernahm die Segnung.

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Adelsheim. Nicht nur Architektin Susanne Kistner freute sich, dass der lang ersehnte Kirchvorplatz von „St. Marien“ in seiner neuen Ausgestaltung ausgerechnet am Erntedanksonntag seiner offiziellen Bestimmung übergeben wurde. Die Freude war auch der Kirchengemeinde mit dem Gemeindeteam und Pfarrer Andreas Schneider sowie Bürgermeister Wolfram Bernhardt deutlich anzumerken.

Abhängig von Pflichten

Dankbarkeit bestimmte nicht nur den Gottesdienst, sondern auch die feierliche Segnung der behindertengerechten Neugestaltung. Passend zum Thema erinnerte Pfarrer Schneider in seiner Predigt aus der 2000 Jahre alten und doch so aktuellen Schrift an die Freiheit des Menschen mit seinen vielen Rechten, die jedoch abhängig sei von seinen Pflichten, seinem Respekt anderen gegenüber und gebunden an seine Beziehung zu Gott.

Der Erntedank geschmückte Altar dokumentierte den Reichtum, an dem man sich in Deutschland erfreuen dürfe. Doch wie Schneider deutlich machte, lebt der Mensch nicht nur vom Brot allein, sondern auch vom Wort und von der Gemeinschaft, die durch den neuen Vorplatz ebenfalls gefördert werde.

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Andreas Reize vom Pfarrgemeinderat begrüßte im Namen von Sandra Schöll als Sprecherin des Gemeindeteams nicht nur Pfarrer Schneider, Pfarrer Wolf und Michael Schüßler von der Verrechnungsstelle, sondern auch Bürgermeister Wolfram Bernhardt, Minister und Landtagsabgeordneter Peter Hauk sowie Architektin Susanne Kistner und gab einen kurzen Abriss über die dreimonatige Bauzeit.

Reize dankte allen, die mit ihren Spenden zur Finanzierung beigetragen hatten, unter anderem auch an die Volksbank mit dem Crowdfunding-Projekt „Viele schaffen mehr“. Bisher hätte man so schon 8500 Euro an Spenden sammeln können, 50 000 Euro wurden durch einen Kredit abgedeckt und 50 000 Euro kamen von der erzbischöflichen Verrechnungsstelle.

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Ein weiteres Dankeschön ging an Architektin Kistner für die durchdachte Planung und an das ausführende Gartenbauunternehmen Fleckenstein sowie an Stefan Müssig in seiner Funktion als „Schnittstelle“.

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Wie Architektin Susanne Kistner ergänzte, habe man durch sparsames Wirtschaften bei dieser Maßnahme in die Gesamtkosten von 149 000 Euro auch noch die Ertüchtigung der Portaltüren (diese wird noch ausgeführt) sowie der Sakristei-Tür mit einem zusätzlichen Glasdach und notwendige Reparaturen am Glockenturm der Kirche packen können. Ihr Dank ging an alle, die so kooperativ und engagiert mitgewirkt hatten.

„Man hat hier gemeinsam etwas Wunderschönes geschaffen“, lobte Bürgermeister Bernhardt die überaus gelungene Platzgestaltung, bevor Pfarrer Andreas Schneider den Kirchenvorplatz und die Gäste segnete und zum Plaudern in Gemeinschaft, aber mit respektvollem Abstand einlud.