Gemeinderat Adelsheim tagte - Um Verkehrsbehinderungen während der Bauarbeiten kommt man nicht herum / Freude in Sennfeld Burgstall- und Kelterstraße werden saniert

Von 
Daniela Käflein
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Zu den abzuarbeitenden Straßenabschnitten gehören in Sennfeld die Burgstall- und die Kelterstraße, die sich in einem desolaten Zustand befinden. Da die Netze BW ihre Versorgungssicherheit in diesem Bereich herstellen will und Tiefbauarbeiten durchführt, bietet sich für die Stadt jetzt die Möglichkeit, ein Teilstück auf einer Länge von 180 Metern für etwa 69 000 Euro zu sanieren. Bei ohnehin beengten Verhältnissen müssen die Anwohner mit Verkehrsbehinderungen rechnen. © Daniela Käflein

Um Tiefbauarbeiten in der Burgstallstraße in Sennfeld im Zuge des Verlegens von Kabeln durch die Netze BW ging es am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderates in Adelsheim.

Gemeinderat in Kürze

Bürgermeister Klaus Gramlich informierte in der Gemeinderatssitzung über das Ergebnis von Geschwindigkeitsmessungen in Adelsheim. So wurden innerorts an drei verschiedenen Terminen im letzten Jahr in der Oberen Austraße innerhalb von jeweils vier Stunden 1400 bis 1600 Fahrzeuge gemessen. Beim ersten Termin seien 76 Fahrzeuge zu schnell gewesen, beim zweiten 59 und beim dritten 56. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 83 Stundenkilometern.

Weiter informierte das Stadtoberhaupt über das Bundesförderprogramm für Brücken. Hier müsse man bis Ende März seine Anträge stellen. Aus diesem Grund werde zurzeit die Industriebrücke von der Lachenstraße in die Industriestraße von der Firma Walter & Partner untersucht. Falls es Beanstandungen gebe, werde man einen Antrag für das Bundesförderprogramm stellen.

Die Gemeinderatssitzung am 16. April wurde um eine Woche auf den 23. April verschoben.

Zurzeit gebe es ein Exposé über Wohnbebauung in der Riedstraße, informierte Gramlich. Bisher liege allerdings noch kein Bauantrag vor. „Wenn es soweit ist, stellen die Investoren ihren Plan vor“, erklärte er.

Einstimmig verabschiedete der Adelsheimer Gemeinderat die Satzung für verkaufsoffene Sonntage anlässlich des Volksfestes am 1. Juli und des Adelsheimer Herbstes am 14. Oktober.

Aus der nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar teilte das Stadtoberhaupt mit, dass der Bürgermeister bei der Gesellschafterversammlung der Wasserversorgung Bauland GmbH der Erweiterung der Geschäftstätigkeit zustimmen solle.

Stadtrat Zimmermann fragte nach, warum an der Straße Richtung Leibenstadt die Hecke radikal abrasiert worden sei. Bürgermeister Gramlich erklärte, dass dort im Rahmen der Flurbereinigung nicht artgerechte Gehölze entfernt worden seien.

Das Stichwort Flurbereinigung griff Stadtrat Ralph Gaukel auf. Er frage nach dem Zeitplan. Das Stadtoberhaupt informierte, dass der Wegebau mit einem Kostenvolumen von einer halben Million Euro starte, sobald es die Witterung zulasse. Bis Herbst sollen die Maßnahmen dann abgeschlossen sein. dani

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Adelsheim. Bauamtsleiter Stefan Funk informierte die Stadträte über den Stand der Dinge und schlug in der Gemeinderatssitzung vor, die Burgstall- und Kelterstraße in Sennfeld auf einer Länge von 180 Metern zu sanieren. Dadurch werde der Verkehrsfluss zwar stark behindert. „Aber es wäre aus meiner Sicht sinnvoll, die Straße nicht zwei Mal zu sperren“, betonte er.

Die Netze BW, als Unternehmen der EnBW, habe in Sennfeld im Bereich Burgstallstraße Probleme, die Versorgungssicherheit herzustellen, informierte der Bauamtsleiter die Stadträte. Deshalb sei geplant, die bestehenden Leitungen, im Bereich zwischen dem Kelterplatz und dem Betonmast am Ende des Sportplatzes, als Erdkabel zu verlegen.

„Da auf den Dachständern auch das städtische Beleuchtungskabel installiert ist, müssen die ebenfalls mit verlegt werden“, erläuterte Funk. In diesem Bereich sei keine Gehwegfläche vorhanden, sodass die gesamte Leitungsführung in der Straße erfolgen müsse. „Die Burgstallstraße ist ohnehin sehr beengt. Zwangsläufig kommt es deshalb zu Behinderungen des Verkehrs“, verdeutlichte er.

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Schon seit Jahren überlege man im Rathaus, die Burgstall- und Kelterstraße auf einer Länge von 180 Metern zu sanieren. „Jetzt besteht die Möglichkeit, mit der Netze BW, die eine Jahresausschreibung für Tiefbauarbeiten durchgeführt hat, die Planung umzusetzen“, bekräftigte der Bauamtsleiter.

„Win-win-Situation“

Er schlug vor, keinen Vollausbau durchzuführen, sondern nur die bestehende bituminöse Trag- und Deckschicht auszubauen. Nach dem Begutachten der bestehenden Schottertragschicht sei diese nach Bedarf zu verbessern, die verschobenen und schlechten Randsteine auszutauschen, die Straßeneinläufe zu erneuern und die Straßenbeleuchtung durch neue Masten und Standorte zu ersetzen.

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„Diese Vorgehensweise wäre für alle Beteiligten eine Win-win-Situation, da Teilbereiche von der Netze BW zu finanzieren sind und die Stadt eine deutliche Verbesserung der Straße erhält“, meinte Funk.

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Die vorläufige Kostenberechnung der Firma Kispert Bau GmbH belaufe sich für den Straßenbau auf etwa 55 000 Euro. Die Kosten beim Verlegen der kompletten Straßenbeleuchtung werde von der Netze BW auf 14 000 Euro beziffert.

Stadträtin Eva Reichert drückte ihre Freude über das geplante Vorhaben aus und wollte wissen, wie lange die Arbeiten etwa dauern würden. Stefan Funk erklärte, dass das noch nicht feststehe, aber dass er bestrebt sei, die Behinderungen auf ein Minimum zu reduzieren. Trotzdem müssten die Autos wohl für eine gewisse Zeit außerhalb des Sanierungsbereichs geparkt werden.

An Vollausbau vorbeikommen

Stadtrat Edgar Kraft meinte, falls die Schotter-Tragschicht nicht ausreichend vorhanden sei, könnten noch etwa 20 000 Euro zusätzlich auf die Stadt zukommen. „Wir sollten auf jeden Fall versuchen, auch in Bezug auf den zeitlichen Faktor, an einem Vollausbau vorbeizukommen“, erklärte der Bauamtsleiter dazu. „In alles, was man heute aufgräbt, gehört auf jeden Fall ein Datenkabel“, erklärte Kraft weiter und Bürgermeister Klaus Gramlich entgegnete, dass die Stadt sich über die Kosten informieren werde. Einstimmig erteilte der Stadtrat der Baumaßnahme seine Zustimmung.

„Die EDV-Landschaft in Land und Bund ändert sich immer mehr. Wichtig ist, dass man dabei einheitliche Standards setzt“, leitete das Stadtoberhaupt zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Eine 2014 eingeleitete Prüfung der bisherigen Zusammenarbeit der Datenzentrale Baden-Württemberg und der Zweckverbände KDRS (Kommunale Datenverarbeitung Stuttgart), Kiru (Kommunale Datenverarbeitung Reutlingen-Ulm) und KIVBF (Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart) zur Versorgung der baden-württembergischen Kommunen und ihrer Einrichtungen mit Leistungen der Informationstechnik habe gezeigt, dass die wirtschaftliche Aufgabenerledigung in der heutigen Struktur des Datenverarbeitungsverbunds Baden-Württemberg nicht dauerhaft gewährleistet sei.

Die Analyse sei zu dem Ergebnis gekommen, dass mit der Zusammenführung der Geschäftstätigkeit aller vier Einrichtungen eine zukunftsfähige Organisation mit Wirtschaftslichkeitseffekten in einer Größenordnung von etwa 25 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren ab Fusion geschaffen werden könne.

Bürgerfreundliche Verwaltung

„Das fördert die weitere Standardisierung der kommunalen Strukturen und Verfahren der Informationstechnik und trägt in Kooperation mit dem Land zum Ausbau der modernen bürgerfreundlichen Verwaltung in Baden-Württemberg bei“, zeigte sich Bürgermeister Klaus Gramlich überzeugt.

Einstimmig erteilte der Gemeinde dem Beitritt des Zweckverbands KIVBF zur Datenzentrale Baden-Württemberg und der Vereinigung mit den Zweckverbänden KDRS und Kiru zum Gesamtzweckverband 4IT grünes Licht.

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