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SPD-Baulandtour mit Bundestagskandidatin - Rundreise durch Ravenstein, Seckach und Rosenberg

Anja Lotz: „Dörfliche Strukturen müssen erhalten werden“

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Merchingen. „Der ländliche Raum wird immer mehr abgehängt“, so die SPD-Bundestagskandidatin Anja Lotz, bei ihrem zweiten Besuch im Bauland im Rahmen ihrer Tour zur Bundestagswahl. Der SPD-Ortsverein Bauland besucht in jedem Jahr die Kommunen des Baulandes, um die vielfältigen Projekte und Betriebe kennenzulernen. Nachdem drei Wochen zuvor das Adelsheim und Osterburken im Fokus standen, waren nun Ravenstein, Seckach und Rosenberg an der Reihe.

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Flächengemeinde hat viel vor

Erste Station der Tour war Merchingen, wo die Gruppe der Sozialdemokraten von Bürgermeister Ralf Killian begrüßt wurden. Killian ging auf die Besonderheiten seiner Kommune ein.

Mit sechs Ortsteilen und 58 Hektar Gemeindefläche stehe man vor riesigen Aufgaben. Wasserversorgung, Kita und Schule seien die derzeitigen Schwerpunkte, so Killian. Bei 26 Millionen Euro Investitionsstau wurde schnell klar, wo die Probleme der Flächenkommune wie. Der Ravensteiner Stadtrat Michael Deuser ergänzte: „In Stuttgart orientiert sich die Förderpolitik nur an den Ballungsräumen, wir auf dem Land fallen da hinten runter“.

Nachdem Ralf Killian die Bürokratie-Probleme bei der Sanierung beziehungsweise des Neubaus der Grundschule erläuterte, waren die Sozialdemokraten sprachlos. Killian wünschte sich auch eine bessere Anbindung an den ÖPNV, so dass auch Bürger ohne Auto zur Arbeit kommen könnten.

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Für Anja Lotz ist dieser Zustand untragbar. So werde der ländliche Raum noch weiter abgehängt. Für sie ist ein Masterplan für die ländlichen Räume unerlässlich. Die dörflichen Strukturen müssten mit einer gezielten Innenentwicklung erhalten werden. Der Adelsheimer Stadtrat Ralph Gaukel betonte dazu, dass auch auf dem Land der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum steige. So müsse bei der Innenentwicklung die Schaffung von Wohnraum an erster Stelle stehen.

Anschließend stand der Besuch des neuen Pflegeheimes in Merchingen auf dem Programm. Verwaltungsleiterin F. Pappenscheller begrüßte und informierte über in diesem Jahr neu geschaffene Einrichtung.

Das Heim sei derzeit mit 30 der maximal 60 Pflegeplätze belegt. Auf Nachfrage der Kreisratsfraktionsvorsitzenden Heide Lochmann, erläuterte Frau Pappenscheller, dass alle Pflegegrade versorgt werden könnten. Für Dieter Gräf aus Merchingen fügt sich die gesamte Anlage vorbildlich in die Umgebung ein.

Nahwärmeprojekt vorgestellt

Nächste Station im Bauland war dann Seckach. Bauamtsleiter Roland Bangert begrüßte die Gruppe am neuen Hochbehälter Talberg oberhalb Seckachs. Detailliert erläuterte er die technischen Daten der Wasserversorgung der Gemeinde.

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Besonders stolz sei man in der Gemeinde Seckach auf das Großeicholzheimer Nahwärmenetz mit einer 840 KW Biogasanlage. Damit sei eine gute Versorgung von derzeit 122 Haushalten mit 80 Grad warmen Heizungswasser möglich.

Der ehemalige Großeicholzheimer SPD-Gemeinderat Herbert Hodel ergänzte, dass so knapp 90 Prozent des Primärenergiebedarfs von Großeicholzheim nachhaltig erzeugt werden könne.

Anja Lotz zeigte sich begeistert von dem Projekt. Für sie sei das ein vorbildliches Muster, wie der ländliche Raum seine Potenziale ausschöpfen könne. Rita Bischof von der SPD-Ortsgruppe Seckach führte anschließend die Gruppe durch den Ortskern von Seckach, um dort die Entwicklungen der letzten Jahre und die aktuellen Baumaßnahmen zu erläutern.

In Rosenberg wurden die Sozialdemokraten dann von Walter Baumann von der SPD-Ortsgruppe Rosenberg empfangen. Nach einer kleinen Kaffeepause am neu geschaffenen Dorfladen informierte Bürgermeister Ralph Matousek über dieses genossenschaftliche Projekt. Im Dorfladen konnte sich die Gruppe um Anja Lotz dann vom Sortiment überzeugen lassen.

Lob für den Dorfladen

Auch dieses Projekt sei, so die Bundestagskandidatin, eine gute Möglichkeit, dörfliche Strukturen zu erhalten.

Letzter Stopp der Baulandtour war dann Hirschlanden. Ortsvorsteher Martin Herrmann stellte Anja Lotz das mehrfach ausgezeichnete Dorf vor. Mit dem durch die Dorfgemeinschaft betriebenen Hirschbräu -Gasthaus im alten Rathaus und dem ehrenamtlich umgebauten Dorfgemeinschaftshaus haben die „Herschlanner“ großartige Werte für ihr Dorf geschaffen. Die neuste Errungenschaft sei das evangelische Gemeindezentrum beim Dekanat in der Mitte Hirschlandens. Dieses wurde von Dekan Rüdiger Krauth vorgestellt.

Vorbildlich sei hier, so Anja Lotz, die gut sortierte kleine Dorfbibliothek, von der sich die Gruppe überzeugen konnte.

Nach vielen Gesprächen verabschiedete sich die SPD-Bundestagskandidatin mit vielen Eindrücken und Informationen aus dem Bauland. Für sie sei es Ansporn und Motivation, sich für die Region im neuen Bundestag einzusetzen. Das Bauland und die Region Odenwald-Tauber verdiene, so der Vorsitzende der SPD-Bauland Michael Deuser abschließend, eine starke Stimme in Berlin.

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