AdUnit Billboard
Johannes-Diakonie - Am Ortseingang von Adelsheim soll ein Wohnheim entstehen / Zentraler Platz bietet viele Vorteile

24 Menschen ein neues Zuhause bieten

Lesedauer: 
Unser Bild zeigt Jan Schleicher (Michael Gärtner Bauunternehmung), Tobias Albrecht (Johannes-Diakonie), Rainer Frank (Riehle + Assoziierte), Martin Adel, Kirsten Mißbach (beide Johannes-Diakonie), Renate Körber (Sozialdezernentin des Neckar-Odenwald-Kreises), Bürgermeister Wolfram Bernhardt sowie Stefan Herdtle (Riehle + Assoziierte) beim Hammerschlag in Adelsheim. © Christian Göckel

Der Hammerschlag für das neue Wohnheim der Johannes-Diakonie in Adelsheim fand statt. 24 Plätze sollen ab Sommer 2022 zur Verfügung stehen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Adelsheim. In Anwesenheit der Sozialdezernentin des Landkreises, Renate Körber, des Vorstandsvorsitzenden der Johannes-Diakonie aus Mosbach, Martin Adel, und des Bürgermeisters von Adelsheim, Wolfram Bernhardt, begann am Dienstag mit einem symbolischen ersten Hammerschlag der Neubau des Wohnheims der Johannes-Diakonie in Adelsheim.

Vielfaches Angebot

24 Plätze in dreimal acht Einheiten plus 15 tagesstrukturierende Angebote für Menschen, die nicht in den Werkstätten arbeiten können, werden künftig am neuen Standort betreuungsbedürftigen Menschen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird es ein Kurzzeitzimmer geben. Für diejenigen, die nicht in den Werkstätten arbeiten können, seien strukturschaffende Angebote wie Spiele, Basteleien und Spaziergänge vorgesehen.

Das künftige Wohnheim hat drei Stockwerke mit einem ausgebauten Dachgeschoss. Die jeweils mindestens 15 Quadratmeter großen Wohnungen mit Balkon werden zur Straße und von der Straße weg angelegt werden. Dazwischen sind die Wohnküchen und Nasszellen untergebracht. Jede Wohnung wird eine kleine Küche haben und sich mit einer anderen Wohnung eine Nasszelle teilen. Es gibt ein gemeinsames Wohnzimmer. Es wird die Möglichkeit zum gemeinsamen Kochtraining geben, ebenso sind Pflegebäder vorgesehen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Im Hanggeschoss wird die Technik untergebracht, unmittelbar davor liegt der Bereich für die tagesstrukturstrukturierenden Angebote. Das Haus wird keinen Innenhof, dafür aber einen schönen Außenbereich mit angeschlossenem Gartenbereich haben. Die Bewirtung erfolgt durch „Cook & Chill“ aus Mosbach. Generalunternehmer für den Bau ist die Firma Michael Gärtner aus Eberbach, die verantwortlichen Architekten sind Riehle und Assoziierte aus Reutlingen. Das Abrissunternehmen JMS aus Weinstadt sorgt für die Abtragung des alten Gebäudes.

Zurzeit sind direkt am Gebäude zehn Parkplätze vorgesehen, weitere fünf Plätze werden in nächster Nähe zusätzlich angemietet. Ausreichend Platz für einen Busparkplatz wird vorhanden sein. Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 6,1 Millionen Euro, die Aktion Mensch ist mit einem Zuschuss beteiligt. Geplante Fertigstellung ist Ende 2022. Für die Johannes-Diakonie ist der in Adelsheim gebotene zentrale Baugrund von besonderer Bedeutung. Die Bewohner sollen möglichst selbstständig bleiben und am öffentlichen Leben teilhaben können. Die schnelle Integration der Menschen in lokale Vereinsstrukturen wird ausdrücklich erwünscht und sowohl von der Stadt Adelsheim als auch von der Johannes - Diakonie angestrebt. Fußläufig sind sowohl der nahe Schlosspark als auch alle Geschäfte erreichbar. Dies sind sehr gute Bedingungen für die künftigen Heimbewohner.

Renate Körber überbrachte die Grüße des Landrats und der Kreisverwaltung. Sie unterstrich die riesige Aufgabe des fortschreitenden Rückbaus der jahrzehntelang üblich gewordenen zentralen Komplexstandorte hin zur Ermöglichung der dezentralen Unterbringung der Menschen. Gerade inklusives Wohnen nehme in der Bedeutung immer mehr zu. Sie hob die wesentlichen Vorteile des neuen Wohnheimes hervor. Menschen aus der Region leben künftig nahe ihrer alten Wohnungen familiennah und in modernen Einzelzimmer. Dies sei eine enorme Verbesserung für die Lebensqualität der Menschen. Sie wünschte dem Projekt einen schnellen und guten Verlauf.

Wichtige Impulse

Bürgermeister Wolfgang Bertram schloss sich den Ausführungen Renate Körbers vorbehaltlos an. Er freue sich darüber hinaus über die Neugestaltung des Ortseingangs. Dieser sei jahrzehntelang durch das alte Gebäude geprägt worden. Nunmehr komme ein großartiges modernes Gebäude als Ersatz. Die Umlegung der B 292 mache ohnehin ein Neudenken des Ortskerns und der Gemeindeinfrastruktur erforderlich. Das neue Gebäude gebe dazu wichtige Impulse. Er hoffe nun nach der heutigen Abrissparty auf eine schnelle Einweihung. Sein Dank galt insbesondere der Johannes-Diakonie und dem Landkreis.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Auch Martin Adels Dank ging an die Stadt und die Landkreisverwaltung. Ein solches Projekt brauche die Unterstützung aller Beteiligten. Alles müsse tadellos ineinandergreifen. Er unterstrich die Bedeutung des Blicks auf die langfristigen Entwicklungen. Der auf Jahrzehnte ausgelegte Konversionsplan zur Dezentralisierung der Angebote von Wohnheimen werde strategisch Schritt für Schritt abgearbeitet. Auch er freue sich bereits auf die Einweihung im Sommer 2022.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1