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Leserbrief - Zu „Wie blank ist die Bundeswehr?“ (FN, 26. Februar) „Zeit ist gekommen, den Kurs zu ändern“

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Als ehemaliger Berufsoffizier schäme ich mich für eine Armee, die drei Merkelregierungen unserem Land zumuten. Wir sind in der Nato blamiert. Für mich ist das ein eindeutiges Versagen einer ganzen Generation von Sicherheitspolitikern im Parlament.

Alle scheinen die Methoden der Macht und der Stärke, und damit der Abschreckung, in der internationalen Politik nicht verstanden zu haben. Wo blieben die Sensoren der Nachrichtendienste und der Diplomatie in den letzten zehn Jahren? Die politische Klasse hat auf ganzer Breite versagt.

Die Informationen der Generalität waren den Ministern unliebsam, weil sie nicht in deren Wunschbild passten. Wie beim Katastrophenschutz wurde auch in der Sicherheitspolitik die Krisenvorsorge vernachlässigt. Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, den Kurs zu ändern. Wir leben in einer grundsätzlich unfriedlichen Welt, wie das Verhalten Russlands, Chinas und islamischer Staaten beweist.

Jetzt ist der Anlass da, über eine allgemeine Dienstpflicht nachzudenken, um nicht nur den sozialen und pflegerischen Dienstleistungsbereich zu verbessern, sondern auch wieder mehr Soldaten in die Truppe zu bringen. Meine Erfahrungen in drei Bosnieneinsätzen haben mich gelehrt, dass Kriege nur durch Stärke verhindert werden können. Und an Stärke fehlt es unserem Land. Wirtschaftliche Stärke ist nur das Ergebnis von Frieden. Aber Frieden schafft man durch Soldaten und kluge Politik. Beides fehlt unserem Land. Daran hat die CDU den Hauptanteil zu verantworten. Ob die politischen Konzeptionen der Ampel-Parteien das ändern können, wage ich zu bezweifeln.

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