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Leserbrief - Zu „Studierendenwerk Heidelberg: Spatenstich“ (FN 4.4.) Wort „Studierende“ verdrängt „Student“

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Ich traute meinen Augen nicht, als ich in den Fränkischen Nachrichten vom 4. April 2018 folgende Überschrift las: Studierendenwerk Heidelberg: Offizieller Spatenstich für Wohnheim in Holzmodulbau am Studienort Mosbach.

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Studierendenwerk. Das Wort habe ich so noch nicht gehört. Als ich studierte, sagte man zu der Einrichtung, die sich um die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Belange der Studenten kümmert, Studentenwerk. Aber das ist lange her.

Und so machte mich kundig. Dabei musste ich feststellen, dass inzwischen in zahlreichen Bundesländern amtlich nicht mehr von Studentenwerken, sondern von Studierendenwerken die Rede ist, in Baden-Württemberg seit 2014. Dafür seien nach einer Schätzung eine halbe Million Euro Kosten angefallen. Heißt das etwa im Sinne der Gendersprache: An den Universitäten und Hochschulen sollen keine Studenten mehr studieren, sondern nur noch Studierende?

In der Tat, das Wort „Studierende“ ist mittlerweile an den Universitäten salonfähig geworden und verdrängt mehr und mehr das Wort „Student“. Allerdings ist der Gebrauch des Wortes „Studierende“ mehr als fragwürdig.

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Das Partizip Präsens beschreibt etwas, was man in meinem Moment tut, aber es beschreibt keinen Status. Ein Student aber ist jemand, der an einer Universität oder Hochschule eingeschrieben, immatrikuliert ist, also einen ganz bestimmten Status hat, und wenn er abends mit seinen Kommilitonen in eine Kneipe geht, dann geht er womöglich in eine Studentenkneipe, aber doch nicht in eine Studierendenkneipe. Oder?

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