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Leserbrief: Zur aktuellen Trinkwasser-Diskussion und Wasserversorgung in Hardheim Wohl der Hardheimer Bürger im Blick

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Eigentlich hatte die CDU-Fraktion nicht beabsichtigt, in der Presse eine eigenständige Stellungnahme zu dem für Hardheim so wichtigen Thema der Wasserversorgung abzugeben. Nachdem indes in der Bevölkerung aufgrund der Pressemitteilungen und Leserbriefe der letzten beiden Wochen eine gewisse Verunsicherung festzustellen ist und die Verwaltung und auch die anderen Fraktionen bis dato keine Reaktion gezeigt haben, sehen wir es als unsere Pflicht an, zu den aufgeworfenen Fragen wie folgt Stellung zu beziehen:

1. Zunächst ist klarzustellen, dass die Entscheidungen für Eigenwasser (getroffen im Jahr 2001), pro Nanofiltration (getroffen im Jahr 2008) und für die zentrale Wasserenthärtungsanlage (2009) mit großer Mehrheit von allen Fraktionen des Gemeinderats und auch von der Verwaltung getragen worden sind.

2. Dabei stand - dies können wir für unsere Fraktion sagen - ausschließlich das Wohl Hardheims und seiner Bürger im Vordergrund. Aus diesem Grunde haben wir als CDU uns die Entscheidungsfindung nicht leicht gemacht und deshalb auch erst im März 2009 zugestimmt. Wir sind keine Wasserexperten und maßen uns auch nicht an, es besser zu wissen als solche. Vielmehr sind wir - wie bei fast allen Entscheidungen mit technischem Bezug - auf die Vorarbeit von Sachverständigen und Experten angewiesen.

3. Was die vorliegend in Rede stehende Entscheidung zugunsten einer zentralen Wasserenthärtungsanlage auf dem Wurmberg angeht, hat der von der Verwaltung herangezogene Sachverständige auf präzise Nachfrage unserer Fraktion hin geäußert, dass die Trinkwasserqualität, die in Hardheim bekanntermaßen exzellent ist (Mineralwasserqualität und damit deutlich besser als Bodenseewasser), durch die Wasserenthärtungsanlage nicht beziehungsweise nicht wesentlich beeinträchtigt wird. So können die im Rahmen der Wasserenthärtung zwangsläufig entzogenen Mineralien nachträglich in geringerer Dosierung wieder zugesetzt werden. Mit anderen Worten verliert das exzellente Hardheimer Wasser seine Mineralwasserqualität nicht, wird aber gleichzeitig "weiches Wasser".

Wir von der CDU-Fraktion hatten insoweit noch Bedenken im Hinblick auf die Mehrkosten, die auf die Hardheimer Bürger wegen der zusätzlichen Investitionen zukommen. In der (natürlich nicht flächendeckenden) Befragung von Kreisen der Bevölkerung durch unsere Fraktion hat sich indes ergeben, dass die Mehrkosten durch die Einsparungen bei individuellen Wasserenthärtungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Insoweit war für uns das letzte Hindernis für die zentrale Wasserenthärtungsmaßnahme ausgeräumt.

4. Die Zumischung von Bodenseewasser in das Hardheimer Wasser ist aus zwei Gründen kritisch zu sehen: Zum einen entstehen dadurch höhere Investitionskosten als durch die Wasserenthärtungsanlage; zum anderen ist eine Zumischung nach den vorliegenden Informationen zumindest aktuell aber auch technisch nicht möglich (zu geringes Kontingent).

5. Alles in allem geht es doch wohl allen um ein gemeinsames Ziel, nämlich in Hardheim möglichst "weiches", gutes Trinkwasser zu einem für die Bürger bezahlbaren Preis zu haben. Wir möchten dieses Ziel erreichen und sehen uns durch die bislang getroffenen Entscheidungen auf dem richtigen Weg.

Sollte sich erweisen, dass wichtige Grundlagen für die getroffene Entscheidung unrichtig waren, sind wir natürlich bereit, diese nochmals zu überdenken. Hierzu ist auch noch Zeit, da vor einer Wasserenthärtung ohnehin die Zusammenführung aller Hardheimer Wässer abzuwarten ist (frühestens Ende 2009).

Wir als CDU-Fraktion laden alle herzlich dazu ein, sich zu dem für Hardheim wichtigen Thema auch jenseits von Presse und Leserbriefspalten einzubringen.

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