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Leserbrief - Zu „Douglasie übertrifft Wuchskraft“ (FN, 1. März) Weitsicht ist lobenswert

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Die damalige Weitsicht von Herrn Karl Rippberger, schon 1957 versuchsweise Douglasien zu pflanzen, obwohl sie keine heimische Baumart war, ist lobenswert und verdient Anerkennung.

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Ich als Hornbacher Bürger und Waldbesitzer kenne die beschriebenen Waldungen im Eiderbachtal in Richtung Rippberg. Diese Bestände haben nach heutiger Sicht beste Voraussetzungen, gegen Kalamitäten wie Stürme, Borkenkäfer oder Pilzbefall zu widerstehen. Seit Jahren versuchen auch wir Waldbesitzer, wiederholt Douglasien und auch Weißtannen in Hauptsache von Borkenkäfer geschädigten Waldflächen zu etablieren.

In Ihrer beruflichen Laufbahn hatten Sie Herr Rippberger und Ihre Kollegen im Schnitt 700 bis 800 Milliliter Jahresniederschläge gleichmäßig verteilt. Auch die Temperaturen waren damals noch als moderat und nicht mediterran zu bezeichnen. Unseren Anpflanzungen der letzten drei Jahre fielen mitunter bis zu 50 Prozent sogar bis hin zu Totalausfällen der Trockenheit zum Opfer. Im Jahre 2020 hatten wir hier in Hornbach und im Regenschatten des Odenwaldes gerade gut 500 Milliliter Niederschlag und dies auf flachgründigen Bundsandsteinböden. Die Waldböden sind momentan im Oberboden maximal in 25 bis 30 Zentimeter mit Wasser versorgt. Viele Hitzetage mit Temperaturen auf der Pflanzfläche von 40 bis 50 Grad gaben der Anpflanzung den Rest.

Unser Bemühen mit landwirtschaftlichen Gerätschaften Wasser in die Kulturen zu bringen, um wenigstens ein Anwachsen zu ermöglichen, war der sogenannte Tropfen auf den „heißen Stein“. Gegen Verbiss und Fegeschäden müssen dann auch noch Zäune gebaut werden. Dies ist alles sehr arbeits- und kostenaufwendig.

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Viele Waldbesitzer verlieren deshalb den Mut und kapitulieren vor dieser massiven Herausforderung. So bleibt doch die Hoffnung (die sogenannt zu letzt stirbt), dass wir, wie Sie Herr Rippberger, zur damaligen Zeit mit der Douglasie auch Baumarten finden, die dem Klimawandel standhalten und unsere Kinder und Enkelkinder sich an den verschiedenen Baumarten und Wäldern erfreuen können. Nicht zu vergessen ist die Funktion, dass die Wälder auch als CO2-Speicher und zur Erholung der Bevölkerung dienen.

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