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Wehrpflicht nicht abhaken

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Zu „Einsatz von Atomwaffen bleibt Risiko“ (FN, 10. Mai):

Die Aussagen von MdB Leiser zu einer Wiedereinführung der Wehrpflicht können nicht unwidersprochen bleiben: 1. Eine sechsmonatige Wehrpflicht macht keinen Sinn. Solche Soldaten sind nur „Kanonenfutter“. 2. Ein Dienst von mindestens zwölf Monaten brauchen wir für gut ausgebildete Soldaten in einer hoch technisierten Armee. 3. Es fehlen ausreichend Bewerber für den freiwilligen Dienst; die Erfahrungen mit der Wehrpflicht haben gezeigt, dass viele ihren Dienst auf zwei oder mehr Jahre verlängern. 4. Ein Dienst für das Vaterland, nicht nur als Wehrpflichtige, ist auch eine Schule des Lebens, daher sollte über einen allgemeine Dienstpflicht nachgedacht werden. 5. Das Argument, die Bundeswehr wolle keine Wehrpflicht mehr, halte ich für eine politische „Deckmantellüge“, weil das Thema der SPD unangenehm ist. 6. Für den Ernstfall reichen die aktuellen Reservisten nicht aus, um die Bundeswehr kriegsfähig zu machen. 7. Sicherheitspolitik nach der „Zeitenwende“ erfordert vor allem, über den militärpolitischen Schatten zu springen, der über SPD-Grünen-Linken liegt. Die „Friedensdividende“ ist verbraucht. 8. Wer aus den Fehlern der letzten 20 Jahre lernen will, muss über die Wehrpflicht nachdenken, sonst „lügt er sich in die eigene Tasche“. 9. Übrigens: „Frage nicht, was dein Land für dich tut, sondern frage dich: Was kann ich für mein Land tun (John F. Kennedy)? Die letzten Generationen haben nur die erste Frage gestellt, nicht mehr die zweite. Dafür sind Eltern, Lehrer und Politiker verantwortlich. Zeitenwende bedeutet für mich auch, diese Frage neu zu beleben. Das gilt im Kleinen auch für die Bürger unserer Region. Was kann ich für meine Kommune tun?

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