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Leserbrief - Zu „Wir müssen dringend umdenken“ (FN, 15. Oktober) „Vorschub für mangelnde Achtsamkeit“

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Es ist erschreckend, dass jedes fünfte Kind im besten und reichsten Deutschland aller Zeiten unter psychischen Störungen leidet“ schreibt MdL, Frau Dr. Baum, und damit hat sie sicher Recht. Ebenso erschreckend finde ich, dass sie mit diesem Aufhänger einen Rundumschlag gegen sozialpädagogische Angebote bis hin zu den Corona-Regeln führt.

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Sozialpädagogische Angebote erfüllen eine wichtige Funktion in der Prävention, als Anlaufstelle für junge Menschen oder als Hilfseinrichtung für deren Familien. Als Sozialpädagoge und Vorstand eines Trägers der Jugendsozialarbeit weiß ich sowohl um die Nöte jugendlicher Klienten als auch die Bedeutung der Hilfsangebote der Jugendhilfe und der Jugendsozialarbeit.

Sozialpädagogen, die laut Frau Dr. Baum „keine Abhilfe schaffen können“, leisten gemeinsam mit den Lehrkräften in unserem Sozialunternehmen täglich mit persönlichem Einsatz wertvolle Hilfe für Jugendliche und Heranwachsende, die aus den unterschiedlichsten Gründen an der Schwelle zum Beruf zu scheitern drohen. Ich finde, sie haben etwas mehr Wertschätzung verdient.

Frau Baum endet mit der Hypothese, dass die AHA-Regeln „eine ganze Generation“ kollektiv traumatisierten und den Kindern die Schuld für Ansteckungen zugewiesen werde. Ich halte es für bedenklich, Schutzmaßnahmen, die nicht nur Erwachsene, sondern eben auch Kinder vor einer schwerwiegenden Erkrankung bewahren sollen, öffentlich zu diskreditieren und damit zu einem Zeitpunkt, an dem der Main-Tauber-Kreis bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 liegt, Vorschub für mangelnde Achtsamkeit im Umgang mit der Krankheit zu leisten.

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