Unsinnige Argumentation

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Leserbrief zu „Holz wird zum Problem“ (FN, 28. September).

Nach der Feinstaubdiskussion beim Pkw wird nun von „Wissenschaftlern“ mitten in der Energiekrise Holz als Problem ausgemacht. Mit Aussagen wie „Nichts verbrennt dreckiger und klimaschädlicher als Holz“ wollen sich Menschen wie Achim Dittler und Wolfgang Straff auf Kosten eines nachwachsenden und regionalen Energieträgers profilieren. Sie geben an, dass in den Jahren 2010 bis 2018 jährlich 17 500 Menschen durch Feinstaub zu Tode kamen. Dabei wird der Eindruck erweckt als ob diese Todesfälle mit der Verbrennung von Holz zusammenhängen würden. Ursachen wie Zigarettenrauch und andere Emissionen werden nicht genannt. Durch die Ernte von Brennholz werden keine Landschaften zerstört, wie beispielsweise in Kanada bei der Förderung von Schieferöl und Schiefergas, es werden keine Meere durch Tankerunfälle oder gebrochene Pipelines verschmutzt, und wir sind damit beim Heizen unserer Wohnungen nicht abhängig von einem durchgeknallten Vladimir Putin oder anderen, die Menschenrechte mit Füßen tretenden Despoten. Ich kann nur hoffen, dass unsere Entscheidungsträger in Berlin und Stuttgart dieser unsinnigen Argumentation von Achim Dittler und Wolfgang Straff nicht folgen werden. Sie sollten sich nicht von diesen Wichtigtuern beeinflussen lassen, die wir zu allem Überfluss auch noch mit unseren Steuergeldern bezahlen.