Unnötige Gefahren auf den Straßen

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Zum Artikel „Sanierungsstau beim Straßenbau“ vom 8. April:

Als Radfahrer habe ich Ihren Artikel mit großem Interesse gelesen, können Fahrbahnschäden doch zu schweren Unfällen führen. Für Radfahrer*innen bergen Mannheims Straßen jedoch auch ohne Schlaglöcher viele unnötige Gefahren. Daher sollten anstehende Sanierungen unbedingt mit einer Ausweitung von Radwegen und Radfahrstreifen einhergehen. Gerade die für Pendler*innen wichtigen Straßen verfügen oft nur über einen schmalen „Schutzstreifen“ am Fahrbahnrand – vielfach ohne die Möglichkeit, den rechtlich gebotenen und überlebenswichtigen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos einzuhalten.

Auf Straßenabschnitten mit Radstreifen müssen linksabbiegende Radler*innen diesen verlassen und auf die allgemeine Fahrbahn wechseln, was bei Autoverkehr mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometer zu gefährlichen Situationen führt. Aus Angst fahren viele Radfahrer*innen stattdessen rechtswidrig auf dem Gehweg. Gefährlich sind auch die holprigen und viel zu engen „Radwege“, die einfach auf den Gehweg gemalt wurden, auf dem sich Radfahrer*innen und Fußgänger*innen gegenseitig im Weg sind. Ganz zu schweigen vom Transport von Kindern im Fahrradanhänger: Dieser ist weder im Autoverkehr noch auf den kombinierten Geh-/Radwegen sicher möglich.

Geld vom Bund

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Ein sanierungsbedürftiger Radweg ist schlimm – gar kein Radweg ist schlimmer. Unter Beachtung der vorgegebenen Grundmaße können auf vielen Mannheimer Straßen breite und sichere Radstreifen eingerichtet werden. Um nur ein prominentes Beispiel zu nennen: Der Kaiserring zwischen Bismarckplatz und Friedrichsplatz hat durchweg mindestens zwei Geradeausspuren in jeder Richtung, dazu diverse Abbiegespuren nach links und rechts und obendrein Parkstreifen – aber keinen Radstreifen. Hier könnte in beiden Richtungen einer der vielen Fahrstreifen beziehungsweise der Parkstreifen durch einen sicheren Radstreifen ersetzt werden. Mit dem Nationalen Radverkehrsplan gibt es dafür sogar Geld vom Bund.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3xJzjoq