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Leserbrief - Zum Leserbrief „Ein Lottogewinn ist wahrscheinlicher“ (FN, 6. Februar) „Über den eigenen Schatten springen“

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Angesichts der Bedrohung durch hochansteckende mutierte Covid-19-Viren muss doch die Devise lauten: Impfen was geht. Dazu gehört das Heranschaffen des Impfstoffs ebenso wie die zügige Vergabe von Impfterminen. Aber auch da klemmt es ganz fürchterlich. Die Aussage von Ursula von der Leyen, die EU sei nun mal kein Schnellboot, sondern eher ein großer Tanker, ist nur zynisch statt tröstend. Die USA sind nicht viel kleiner wie die EU, aber „trotz Trump“ schafften sie es, genug Impfstoff zu haben. Der rollte schon an, als die EU-Kommission immer noch am sogenannten „Kleingedruckten“ der Impfstoff-Bestellungen herumdokterte. Immerhin hat Deutschland mittlerweile circa 400 Impfzentren eingerichtet. Kosten pro Tag und Impfzentrum: bis zu 15 000 Euro. Ob geimpft werden kann oder nicht.

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Und wieder zeigen uns die Amerikaner , wie es einfacher geht: In Florida zum Beispiel wird in den Supermärkten geimpft. Einfach hinter einer Sichtschutzwand. Manch einer schüttelt da entsetzt den Kopf, ging mir auch so. Aber der große Vorteil ist: Kurze Anfahrt, großer Parkplatz, barrierefrei, kostet wenig. Ganz nebenbei wird noch eingekauft. Und den Impftermin bekomme man nach einem Anruf binnen weniger Stunden, meist noch am selben Tag. Das Impfen erfolge im Fünf-Minuten-Takt.

Unkonventionelle Wege geht man aber auch in Mecklenburg-Vorpommern: Nachdem Biontech-Pfizer im Dezember mitteilte, dass der Impfstoff, entgegen früherer Aussagen, in der Trockeneisbox bis zu 30 Tage gelagert werden kann, setzten sich unverzüglich ein Hausarzt und eine Landrätin bei der Landesregierung dafür ein, auch Hausarztpraxen das Impfen zu erlauben. Bis jetzt seien es fünf, die da mitmachen. Gottlob gibt es noch diese Typen, die in der Lage sind, über ihren eigenen Schatten zu springen, statt sich selber im Wege zu stehen.

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