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Leserbrief - Zu "Punktejagd unterm Schwarzlicht" (FN 12. April) Töten spielen zum Spaß?

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Wer "an regnerischen Tagen" mit seiner Lebenszeit nichts Sinnvolles anzufangen weiß, kann sich in der "World of Lasertag" zur "Abwechslung" damit unterhalten, ausgestattet mit "Weste und Pistole", auf "viele Gegner" zu schießen. Auf Neusprech, bei George Orwell die Sprache der Lüge und Verhüllung, heißt das "taggen" oder "markieren".

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"Wer stehenbleibt, ist in der Regel ein leichtes Ziel" und bezahlt mit seinem noch jungen Leben? - Nein, nur "der Spaß kommt zu kurz."

Es ist unfassbar, dass eine Journalistin eine ganze Zeitungsseite damit füllen kann, ein Spiel, in dem das Töten von Menschen zur Unterhaltung simuliert wird, zu beschreiben, ohne auch nur mit einem einzigen Satz diese ganze Veranstaltung kritisch zu hinterfragen, ohne zu fragen, warum in Deutschland 72 Jahre nach dem letzten Krieg, in einem Staat, der die Wehrpflicht abgeschafft hat, in einer Welt voller Kriege solche "Indoor-Funsport" - Unternehmen wie (Gift-) Pilze sprießen. Immerhin erfahren wir, dass man sich nach der schweißtreibenden Tätigkeit noch duschen kann, um all den Dreck, das Blut und die Traumata loszuwerden? - Nein, nur ein paar Tröpfchen Schweiß. Vielleicht sollte man statt der "Dusch- und Umkleideräume" eher Gesprächs- und Therapieräume zur Verfügung stellen.

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