Leserbrief - Zu „Mit Mut und . . .“ (FN, 29. Januar) Stadt braucht Hallenbad

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Leserbrief-Schreiber: Thomas Lang
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Die Bürgerliste hat sich klar positioniert. Aber: es geht nicht nur darum, dass die ortsansässigen DLRG-Gruppen für Anfängerschwimmausbildung, Schwimmtraining und Rettungsschwimmausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein Bad brauchen, sondern: Tauberbischofsheim braucht ein Bad.

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Hier muss der Bogen etwas größer gespannt werden, denn ein funktionierendes Hallenbad ist ein Gesundheitsaspekt, Aquafitness, Wassergymnastik, Freizeitaktivität und natürlich auch Schwimmsport im Verein. In diesen Bereichen hat nicht nur die DLRG Angebote im Programm, sondern auch andere örtliche Organisationen.

Außerdem steigert es klar die Attraktivität einer Stadt, wenn gute Freizeitmöglichkeiten vor Ort vorhanden sind.

Ohne Schwimmbad kann keine Anfängerschwimmausbildung angeboten werden. Ein Ausweichen auf benachbarte Infrastrukturen scheitert oft am Zeitfenster beziehungsweise Belegungsplan. Man kann abends um 20.30 Uhr keine Anfängerschwimmausbildung mit Sechsjährigen mehr machen.

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Außerdem schließen lange Fahrwege, mehr Zeitaufwand und höhere Kosten wiederum estimmte Personengruppen von der Teilnahme aus.

Als eine Folge wird sich die Quote der Schwimmfähigkeit im Grundschulalter signifikant verschlechtern und auch ein sommerlicher Freibadbesuch wird unattraktiver, wenn sich die Schwimmfähigkeit mangelhaft entwickelt.

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Tauberbischofsheim ist Schulstandort. In den Bildungsplänen der Grundschulen ist Schwimmunterricht verankert, das örtliche Gymnasium bietet ein Sportprofil an. Wie soll dies umgesetzt werden? Die Bildungspläne macht Baden-Württemberg, die Infrastruktur für deren Umsetzung einzufordern, ist Ihre Aufgabe. Und nicht ein klares Nein.

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Mir ist durchaus bewusst, dass die Unterhaltungskosten für ein Bad hoch sind. Mir ist ebenfalls bewusst, dass nicht jeder Bürger eine Affinität zu Wasser besitzt. Für andere Aktivitäten gibt es in Tauberbischofsheim doch auch Infrastrukturen (Sportplätze, Turnhallen, Tennis, Mediothek, Musikschule, . . .), und das ist auch gut so.

Mancher erinnert sich leider erst wieder an ein Schwimmbad, wenn es um die Frage geht, wo und von wem denn die Enkelkinder schwimmen lernen sollen.