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Leserbrief - Zu Berichten über die mögliche Zusammensetzung der Bundesregierung SPD-Taktik: "Erst die Partei, dann der Staat"

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Das Ergebnis der Bundestagswahlen ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Allerorten wird von mancherlei "Experten" über die Zusammensetzung der neuen Bundesregierung gemutmaßt.

In der politischen Farbenlehre steht augenblicklich hauptsächlich eine rechnerisch mögliche, sogenannte Jamaika- Koalition im Fokus der medialen Berichterstattung.

Mit der, lediglich zehn Minuten nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen am Wahlabend verlautbarten Losung, unter keinen Umständen für eine neue Bundesregierung zur Verfügung stehen zu wollen, verfolgt die SPD um deren gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz das offensichtliche Ziel, sich mit einem Gang in die Opposition -Seite an Seite mit der Linkspartei - einen programmatisch radikal-sozialistischen Kurs verordnen zu wollen.

Geht es nach dem Willen, zumindest der derzeitigen SPD-Parteiführung, sollen es nun Grüne und FDP richten.

Dabei kommt der von vielen Seiten mit offen hämischer Freude als doch eigentlich politisch bereits als mausetot erachteten FDP nach deren unerwartetem Wahlerfolg eine Schlüsselrolle zu.

Man drängt sie, sich als reiner Mehrheitsbeschaffter für Union und Grüne anzudienen und dabei die Rolle des billigen Jamaika-Jakobs zu geben.

Für sich selber haben die Genossen dagegen vorab die Rolle des von den vermeintlich harten Oppositionsbänken aus scharf kritisierenden, parlamentarischen Mahners vorgesehen.

Erst die Partei, dann der Staat, ist man geneigt, diese SPD-Taktik zusammenzufassen.

Es bleibt zu hoffen, dass sowohl Medien als nicht zuletzt auch die Bevölkerung dieses Spiel durchschauen und man den Parteistrategen die ausschließliche Fokussierung auf ein Jamaika Bündnis nicht durchgehen lässt.

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