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Leserbrief - Zu „Das ist doppelt falsch“ (FN, 24. Juli) „Sehr merkwürdig und regelrecht absurd“

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Die von Herrn Heidrich genannten Geschwister Scholl waren tatsächlich Widerstandskämpfer in einer Diktatur gegen die Verbrechen des Regimes und die Ideologien der Nazi-Partei. Sie sind aber weiter zur Schule gegangen. Aus innerer Überzeugung heraus haben sie mit der Verteilung der eigenen Flugblätter ihren Widerstand öffentlich gemacht, auch mit dem Wissen, über das folgende eigene Todesurteil.

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Ihr Versuch, die Beteiligung an den augenblicklichen Freitags-Demos während der Schule mit den Widerstandskämpfern Scholl in direkten Zusammenhang zu bringen, ist sehr merkwürdig und regelrecht absurd. Beide Vorgänge liegen einfach unendlich weit auseinander.

Der Weltklimarat hat bereits mit seinem IPCC-Bericht 2001 der Weltöffentlichkeit Klimawandel mit Folgen vorgestellt. Und gemeint war jeder Einzelne von uns. Vielleicht sollte sich jeder Demonstrant mal im Stillen überlegen, was er seit 2001 zu dem Thema gelernt und wirklich geändert hat.

Unser Klima ist halt ein riesiges und außerordentlich komplexes Phänomen.

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Auf der Straße Plakate hochhalten „Raus aus der Kohle“ ist sehr einfach. Entsorgung der eigenen Plakate scheint aber schon problematisch zu sein, berichten die Stadtreinigungen. Gut wäre auch, mit Demonstranten zu diskutieren, die den notwendigen Neubau von Stromtrassen verhindern wollen. Oder auch, dass für die Stahlerzeugung weiterhin Steinkohlen-Koks notwendig ist, dass mit dem Abschalten der Kohlekraftwerke ab sofort keine Züge mehr fahren würden und dass bei einem Vulkanausbruch für etwa zwei Jahre die solare Stromproduktion weitgehend ausfallen würde.

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