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Leserbrief - Zu „Sport nach der Pandemie“ (FN, 12. Januar) Raus aus dem Corona-Schlaf

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Seit März 2020 laufen Politiker mit einer Corona-roten Brille auf der Nase herum. Diese macht sie anscheinend blind für einen mehrdimensionalen Gesundheitsbegriff. Die Forderung von Sportminister Lewentz, eine bundesweite „Trimm-Dich-Bewegung 2.0“ nach(!) der Pandemie auszurollen, ist per se ein begrüßenswerter Ansatz, aber insofern falsch, als dass er vor einem Jahr hätte stattfinden müssen und ein Pandemieende je nach Definitionsauslegung noch Monate dauern dürfte.

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Von nahezu keinem Politiker wurde während der Krise nach einem Mehr an Sport und Bewegung als kollektives Mittel der Abwehrstärkung gefordert. Statt dem Zuwachs und der Vulnerabilität der Risikogruppe präventiv entgegenzuwirken, indem man auf gesundheitsfördernde Effekte körperlicher Aktivität (K.A.) baut, bediente man das immergleiche Credo.

Bleibt zuhause, bleibt im Home-Schooling, im Home-Office und ersehnt den Impfstoff. Nicht nur leistet man dadurch ohnehin prekären Zivilisationskrankheiten einen Vorschub, es erweckt gleichzeitig den Eindruck, die eigene Fähigkeit, sich resilienter zu machen, wäre in diesen Zeiten keine probate Option. Ganz zu schweigen von einem unsäglichen Werbespot der Regierung, indem Couch-Potatoes zu Helden verklärt werden.

Es ist erstaunlich wie Befunde jahrzehntelanger Forschung aus Public-Health und Gesundheitswissenschaften dermaßen ignoriert werden, wo es dieser Tage stets heißt, vertrauen Sie den Experten.

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K. A. ist weder ein institutionalisiertes Gut, noch wirkungslos. Deswegen nehmen Sie meinen trivialen Rat als Studierter: Raus aus dem Corona-Schlaf und bewegen – jetzt!

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