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Leserbrief - Zu „Was dann“ (FN 26. November) Politik hat tatenlos abgewartet

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Auch Herr Kolhoff unterstellt, wie viele andere Journalisten, ohne Belege, dass ein Lockdown in der Form, wie ihn viele Länder praktizieren, wirksam ist und macht Angst mit „Opferzahlen“.

Es ist nachvollziehbar, dass niemand sterben möchte und auch keinen Angehörigen oder Freund verlieren will. Trotzdem müssen die Zahlen im Gesamtzusammenhang gesehen werden. Zum Einen sterben täglich in Deutschland etwa 2500 Menschen, zum Anderen wird nach der Zählweise des RKI nicht zwischen an oder mit „Corona“ unterschieden. Eine Übersterblichkeit gibt es in Deutschland nach wie vor nicht. Die Belegung der Intensivstationen hat nach der Gesamtzahl der Patienten nicht wesentlich zugenommen, allerdings ist der Anteil der Covid-Patienten höher.

Die Abnahme der freien Betten liegt daran, dass weniger Betten zur Verfügung stehen(Zeitreihe auf der Seite der DIVI). Es gab in Deutschland schon Grippewellen, bei denen die Belastung der Intensivstationen nicht geringer war als jetzt. Noch nie ist jedoch jemand auf die Idee gekommen, die Schuld einzelnen Bürgern zuzuschieben.

Dem Fazit von Herrn Kolhoff ist zuzustimmen, es macht jedoch auch deutlich, dass die Politik es im Frühjahr und Sommer versäumt hat, durch zum Beispiel einer Baseline-Studie Erkenntnisse zum Virus zu erhalten, sondern einfach tatenlos abgewartet hat.

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