Leserbrief - Zur offiziellen Einweihung des Windparks Klosterwald "Öko" steht oftmals für "Ökonomie"

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Leserbrief-Schreiber: Steven Michelbach (Neunkirchen)
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Schon immer ist die Menschheit auf der Suche nach Allheilmitteln, die auf einfache Weise alle Probleme lösen. Ökostrom soll der Windpark im Klosterwald liefern. Vom sogenannten Ökostrom erwarten manche eine unglaubliche Wirkung: Klimaschutz, CO2-Verminderung, alleinige Basis der Energieversorgung, Vermeidung der Naturzerstörung anderer Energieträger.

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"Klimaschutz" stellte zu Beginn den Windpark Klosterwald unter größte Dringlichkeit.

Nach Erkenntnissen internationaler Forschergruppen, muss die Klimawirkung des CO2 von früher vier bis sechs Grad Celsius heute auf weniger als ein Grad zurückgestuft werden. Das UM weiß womöglich von der marginalen Klimawirkung des CO2. Gegenüber den Anfängen ist von Klimaschutz zumindest im offiziellen Pressebericht keine Rede mehr.

Weltweite Klimaforschung belegt: Natürliche Ursachen, die Sonne und die Zyklen von Meeresströmungen, haben die Klimaerwärmung verursacht. Damit fällt ein wesentlicher Stützpfeiler des Projektes weg, der vermeintliche Klimaschutz. Die Genehmigungen für den Windpark stehen somit auf falscher Grundlage und wären damit nichtig!

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Alleinige Basis der Energieversorgung: Illusorisch hohe Zahlen der Versorgung von Haushalten sind realitätsfremd.

Im vergangenen November lieferten in Deutschland die erneuerbaren Energien EE Sonne/Wind gerade einmal 1,5 Prozent des Strombedarfs in 60 Prozent der Zeit. In anderen Monaten sieht es kaum besser aus.

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Es gibt große Stromlücken der EE und zwar europaweit.

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Mit hypothetischen Speichertechniken steigt der Strompreis dann auf mehr als 50 Cent! Diese Ineffektivität erfordert im Hintergrund ein komplettes zweites Netz auf fossiler Basis. Wirtschaftliches Harakiri und kein Rückgang des CO2-Ausstoßes bis heute! Aktuelle Prognosen zu Erdöl und Erdgas belegen: "Die endlichen Ressourcen scheinen nicht erschöpfbar!" Sie reichen noch weit in kommende Jahrhunderte. Die Angstmacherei vor der Endlichkeit rechtfertig die überhastete Energiewende überhaupt nicht.

Beklagt wird Naturzerstörung durch herkömmliche Energiegewinnung.

Rodungen von Wäldern, Vermaisung, Eingriffe in Fließgewässer, Verschärfung des Artenschwunds sprechen Bände und zeigen, dass mit den EE Naturzerstörung in noch größerem Ausmaß erzeugt wird. Dazu kommt respektloser Umgang mit Kulturgütern, wie dem "tourismusfreundlichen" Windrad über dem Weikersheimer Schloss.

Das Ignorieren berechtigter Hinweise auf negative Auswirkungen auf Mensch und Natur missachtet die Anforderungen des Umweltschutzes eklatant. So flossen in Paris allein bei Al Gore die Tränen zurecht - Freudentränen. Denn er ist einer der Akteure, die den Wert des wahren "Öko"-Stroms erkannt haben!

Der Drang nach Rendite lässt nun auch die vermögenderen Teile der Bevölkerung Deutschlands ihr "Öko" zeigen; "Öko" für "Ökonomie".

Genaueres hat Herr Patzner in seinem Leserbrief vom 26. Januar eindrucksvoll offengelegt. Und der Staat als Waldbesitzer und Genehmigungsbehörde profitiert enorm.

Deshalb sollte der Bürger bei sogenannten "Öko"-Vorhaben, wie dem Windpark Klosterwald, und ebenso wie in der Politik sehr genau hinschauen.

Häufig versteckt sich dahinter das zweite "Öko", das der Ökonomie. Die Natur, die öffentlichen Erlebnis- und Erholungsräume und das Wohl der dort ansässigen Bürger...na ja... die sind halt von geringerem Wert.