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Leserbrief - Zu „Kampagne gegen Papst Benedikt?“ (FN, 10. Februar) „Moderne Form der Hexenverfolgung“

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Es ist nicht nur eine Kampagne gegen Papst Benedikt XVI., sondern eine moderne Form der Hexenverfolgung, bei der nur noch das „Kreuzige ihn“ fehlt. Wie gleichaltrige ehemalige KZ-Aufseher wird Joseph Ratzinger in einer medialen Schlacht vorgeführt.

Ihm wird nicht zur Last gelegt, selbst sexuelle Übergriffe begangen zu haben, sondern solche in seiner Zeit als Erzbischof nicht verhindert zu haben. Noch bevor ein staatliches Ermittlungsergebnis vorliegt, maßen sich nun Berufene und vor allem Unberufene ein Urteil an. Doch weder das ZdK, noch der Synodale Weg, noch kamerasüchtige Ordenspriester wie Paulus Terwitte haben den Stab zu brechen, sondern allein die Staatsanwaltschaft.

Was verschwiegen wird: Es geht doch im Kern gar nicht um Ratzingers Rolle als Erzbischof. Es wird vielmehr ein Scheiterhaufen errichtet, auf dem man mit allem Konservativen in der Kirche aufräumen möchte. Das Zeitfenster könnte nicht günstiger sein, nachdem an den Kirchen die Regenbogenfahnen und in ihnen der Zeitgeist statt dem Heiligen Geist wehen.

Doch keiner seiner Gegner kann Joseph Ratzinger intellektuell die Hand reichen.

Vor allem: Was wollen Ratzinger-Gegner und Missbrauchs-Verbände denn erreichen?

Was Missbrauchsopfern angetan wurde, kann weder mit einer Entschuldigung noch mit hohen Geldzahlungen rückgängig gemacht und geheilt werden.

Ich bin überzeugt: Auch nach der Zerstörung der Lebensleistung Ratzingers wird es keine Ruhe und Genugtuung geben.

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