AdUnit Billboard

Leserbrief - Zum Umgang der Medien mit Kanzlerkandidat Laschet „Mehr Respekt bitte“

Lesedauer

Es ist nun schon das zweite Mal in kurzer Zeit, dass anerkannte Politiker im Nachgang zu Wahlen von den Medien nicht nur – vielleicht zu recht – kritisiert, sondern in unerträglichem Maße diskreditiert und lächerlich gemacht werden. 2017 traf dies den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, der zunächst von allen in den Himmel gejazzt wurde, um ihn dann zur Satire- und Witzfigur verkommen zu lassen. Jetzt ist Armin Laschet dran.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Beide – Schulz und Laschet – mögen in ihrer Art nicht gut in der Bevölkerung angekommen sein und haben sicher im Wahlkampf Fehler gemacht. Beide waren – und sind – indes gute Politiker, die es vor dem Hintergrund ihrer Lebensleistung nicht verdient haben, wegen Einzelverhaltens und schlechter Wahlergebnisse in den Karikaturbereich verschoben zu werden.

Die Gesellschaft und die Medien, die ihrerseits stets vollmundig Respekt – und zwar für sich, aber auch sonst für jede auch noch so kleine Minderheit einfordern – werden hier ihrer Verantwortung nicht (mehr) gerecht.

Es ist immer leicht, von Politiker- und Staatsversagen zu sprechen und selbiges anzuprangern; der Blick sollte aber immer auch in Richtung eigenes Verhalten gehen und natürlich auch auf die daraus resultierenden Konsequenzen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Wie will man in Zukunft versierte und kompetente Menschen überhaupt noch in die Politik und hohe Staatsämter bringen, wenn sie Gefahr laufen, dort wegen Fehlern zur Witzfigur gemacht zu werden?

Hier ist dringend mediales und gesellschaftliches Abrüsten angesagt.

Ansonsten werden auch wir in Deutschland nur noch Narzissten à la Trump, denen jedwede Kritik – und sei sie noch so diskreditierend – völlig egal ist, in der Politik haben.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1