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Leserbrief - Zu „Schuld auf sich nehmen“ (FN, 21. Februar) „Meer von Verfehlungen“

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Sehr geehrter Herr De Falco,

vielen Dank für die Antwort auf meinen Leserbrief. Ich habe mich gefreut, dass so viele Reaktionen kamen.

Sie schreiben, der „Oberste Chef“ wäre ein ganz tolles Vorbild, ja Jesus Christus wäre in allem ein tolles Vorbild, nur er war Gott, Papst Benedikt XVI. Emeritus hingegen – er ist Mensch. Ich schrieb den Satz: „Vielleicht sind sein Alter und seine körperlichen Gebrechen schon Sühne in dieser Welt“, das heißt, dass er sein eigenes Kreuz schon trägt oder noch tragen wird.

Würde er wirklich Schaden von der Kirche abwenden, wenn er alle Schuld auf sich nehmen würde?

Nein, auch das glaube ich nicht, denn die Verfehlungen der Kirche sind und waren groß, auch schon in früherer Zeit, nur heute ist der Umgang damit anders, als noch vor 50 Jahren. Damals waren Priester, Ordensmänner und -frauen auf einer anderen Ebene dargestellt. Die Kirche wurde von außen als fehl- und makellos geheiligt. Diese „Heiligkeit“ ist abgeblättert. Was blieb, ist ein Meer von Verfehlungen, die ein Mensch alleine nicht sühnen kann.

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