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Leserbrief - Zu „Landwirte Schlüssel für eine Lösung“ (FN, 21. September) „Lebenseinstellung überdenken“

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Auf unserer Welt muss sich etwas ändern, sonst geht sie „den Bach runter“. Klimawandel und Artensterben schreiten voran. So kann es nicht weitergehen. Doch ist das Volksbegehren „Artenschutz – Rettet die Bienen“ die Lösung?

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Man muss dem Volksbegehren zugute halten, dass es eine breite öffentliche Diskussion angeregt hat, was ich für gut und wichtig halte. Allerdings ist es meiner Ansicht nach zu einseitig. Es geht zulasten der Landwirtschaft. Welcher Landwirt bringt unnötig Pestizide aus? Pflanzenschutzmittel gibt es nicht zum Schnäppchenpreis wie viele Lebensmittel.

Doch die Niedrigpreise bei Lebensmitteln üben einen enormen Druck auf die Landwirtschaft aus. Genau hier liegt das Problem: Durch das Konsumverhalten vieler Verbraucher wird die Landwirtschaft zu immer mehr Intensivierung gezwungen, um noch profitabel wirtschaften zu können.

Ist es nicht absurd, für ein Auto oder die nächste Fernreise Unsummen auszugeben, auf den Tisch kommt aber immer nur das Billigste? Es sollte uns wichtig sein, darauf zu achten, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Gerade hier im ländlichen Raum gibt es die Möglichkeit, auch direkt beim Erzeuger einzukaufen. Jeder, der das Volksbegehren unterzeichnet, muss konsequenterweise auch seine Lebenseinstellung überdenken. Unterschreibe ich, muss es für mich auch ein Tabu sein, mich von Billiglebensmitteln zum Beispiel aus der Massentierhaltung zu ernähren. Ansonsten schiebe ich die Verantwortung einfach ab, und zwar an die Landwirte.

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