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Hier hat der Leser das Wort - Zum Leserbrief „Lebenseinstellung hinterfragen“ (FN, 28. September) „Landwirte haben Chance vertan“

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Es ist gut zu hören, dass die Debatte über das Sterben von Tieren und Pflanzen auch die Landwirtschaft erreicht hat.

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Ich stimme zu, dass sich Lebenseinstellungen – und zwar für alle (!) Menschen – ändern müssen. Keine Frage, denn ein „Weiter so!“ wird Mutter Erde und damit uns völlig ruinieren. Schade, dass Landwirte nicht als erste wegen des Absterbens der Natur Alarm geschlagen haben, sie müssten doch lange vor anderen die Veränderungen wahrgenommen haben. Die Debatte haben nun andere initiiert, dadurch bestimmen sie zumindest vorerst die Richtung der Diskussion. Also: Chance vertan. Zwei Aspekte möchte ich in die von Dieter Braun benannte Diskussion einbringen: Erstens, es sind keine Pflanzen„schutz“mittel, es sind Pflanzen- und Tier„gifte“, die Bezeichnung „Schutz“ ist eine sachlich nicht haltbare Schönfärberei. Weil es eben Gifte sind, stirbt vieles ab, ist der Vertrieb eingeschränkt und stehen sie in der Gärtnerei hinter verschlossenen Glasfenstern.

Zweitens, Herr Braun benennt nichts, was sich bei den Landwirten ändern soll: Sie seien Opfer von geizigen Kunden und den „Niedrigpreisen bei Lebensmitteln“. Diese Preise allerdings legen nicht die Endkunden fest, sondern die Bosse der Supermarktketten, mit denen Landwirte Geschäfte machen, oder?

Die Haltung „Wir sind Opfer“, allein die Kunden müssen sich ändern, verneint jede Teilverantwortung am Sterben der Natur. So werden keine übergreifenden gemeinsamen Lösungen gefunden.

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Aber auch die Landwirte werden nicht ungeschoren davonkommen, trotz CDU und der Agrarlobby. Auch sie werden ihre Lebenseinstellung überdenken müssen

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