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Leserbrief - Zum Bericht „Reine Effekthascherei“ (FN, 23. August) „Land braucht wieder Ideengeber“

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Die Aussage, dass Negativ-Zinsen aktuell nur die vermögenden Sparer treffen, ist falsch: Unternehmen geben ihre Negativ-Zinsen indirekt an die Verbraucher durch höhere Preise weiter, Investmentfonds geben ihre Negativ-Zinsen durch niedrigere Renditen direkt an die (Klein-)Sparer weiter, Banken erhöhen Kontoführungsgebühren (ist verdeckter Negativ-Zins), Reduzierung der Gewinne von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen, Sozialversicherungen zahlten in 2018 zweistellige Millionenbeträge an „Strafzinsen“ (Quelle: www.haufe.de / 31.07.2019). Die unsägliche EZB-Politik hat dazu geführt! Die „Idee“ von Markus Söder (CSU) und Olaf Scholz (SPD), bis zur Einlage von 100 000 Euro Negativ-Zinsen gesetzlich zu verbieten, ist einfach nur lächerlich und absurd: Eingriff in die freie Marktwirtschaft; oben genannte direkte und indirekte Belastungen außerhalb der Bankanlagen; Preisspirale bei Bankgebühren. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Erstellung dieses Gutachtens.

Unser Land braucht endlich wieder Ideengeber, eben gescheite Politiker und nicht Politiker, die „auf toten Pferden reiten“.

Eine Idee wäre beispielsweise der Ausbau der Sparförderung analog der seit Jahrzehnten bestehenden Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie mit Zins- beziehungsweise Prämienzahlungen durch den Staat über die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

So würde die „junge“ Generation wieder an das Sparen herangeführt. Denn unsere aktuelle Binnenkonjunktur wird vor allem durch die fälligen Sparverträge (Lebensversicherungen) der „älteren“ Generation gespeist: Investition ins Eigenheim, Kauf eines Autos, etc.

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