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Hier hat der Leser das Wort - Zu „Unterschüpf und Gerchsheim betroffen“ ( FN, 4. März) „Kunden im Stich gelassen“

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Die Bank wächst – die Nähe bleibt (nicht): Dieser Slogan bis zur Klammer ist die Überschrift zu der vollzogenen Fusion der Volksbank Main-Tauber eG mit der Volksbank Vorbach-Tauber eG und will versuchen, den Geist der Regionalität der Volks- und Raiffeisenbanken auch hier im Taubertal neu zu beschwören und zu untermauern.

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Leider sprechen die Taten, namentlich die Schließung der Filiale in Unterschüpf, eine gänzlich gegensätzliche Sprache: Nach kurzfristiger Ankündigung in der Tageszeitung wurde die Filiale zum 31. März geschlossen. Diese Schließung bedeutet die schlagartige Aufgabe der Präsenz der Volksbank im Schüpfer Grund und den Verlust der Anbindung von vier Ortschaften der Gemeinde Boxberg (fast ein Viertel) sowie zwei weiterer Teilorte anderer Gemeinden.

Die Schließung bedeutet in diesem Falle nicht nur die Verlegung der Beratungsgespräche in eine andere Teilgemeinde, sondern auch den Wegfall von Bargeld- und Kontoauszugsautomaten und somit die Bargeldversorgung für weniger bis gar nicht mobile Kunden.

„Die Bank wächst; und mit ihr die Entfernung“ möchte man angesichts dieser Entwicklung sagen! Kann das das Angesicht einer Bank sein, die sich Regionalität und Kundennähe auf die Fahne schreibt? Ich meine: nein.

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Die Gründe für die Schließung der letzten verbliebenen Filiale im Schüpfer Grund werden mit fehlenden Transaktionen am Automaten, zu wenig Kundenverkehr und gestiegenen Kosten „verargumentiert“, was im genossenschaftlichen Kontext aus meiner Sicht keine schlüssige Argumentation darstellt. In einer genossenschaftlichen Denkweise unterstützt man sich gegenseitig in einem solidarisch ausgerichteten Netzwerk dergestalt, dass stark frequentierte Automaten und Filialen weniger frequentierte ausgleichen und dadurch die Kundennähe für alle sichergestellt ist. „Was einer nicht schafft, schaffen viele“ – auch so ein gern genutzter Slogan der Volksbank-Raiffeisenbanken.

Der gestiegene Kostendruck kann und darf in einer Genossenschaft kein Stilmittel der Argumentation sein, da maximale Gewinnorientierung nicht der Zweck einer Genossenschaft ist.

Sehr geehrte Verantwortungstragende der Volksbank Main-Tauber, ich sage Ihnen allen, die sie bei der Abstimmung im Aufsichtsrat über die Schließung der Filiale Unterschüpf pro Schließung votiert haben, auf den Kopf zu, dass Sie Ihrem Versprechen und Ihrer Verantwortung zur Erhaltung der genossenschaftlichen Idee in der Region und der damit verbundenen Kundennähe der Volksbank Main-Tauber nicht nachgekommen sind und ihre Kundinnen und Kunden im Schüpfer Grund im Stich lassen.

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