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Leserbrief: Zu "Vier Tunnel für die Kröten" (FN 16. April) "Kröten"-Verschwendung

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Als Hainstadter Bürger ist mir die "Kröten-Baustelle" zwischen Hainstadt und Walldürn von Beginn an ein Dorn im Auge.

Wie der Presse zu entnehmen war kostet diese Maßnahme 220 000 Kröten (#20ac). Dies ist für mich eine sinnlose Steuergeldverschwendung, wenn man andererseits sieht, dass Schulen, Kindergärten usw. über eine mangelhafte bauliche Ausstattung sowie fehlende finanzielle Mittel klagen. Hier wäre dieses Geld sicherlich sinnvoller angelegt.

Vielleicht kommen die Verantwortlichen ja auch noch auf die Idee und errichten zu den Leitsteinen auch noch Verkehrsschilder, damit die Kröten die Durchlässe besser finden.

Ich frage mich außerdem, warum diese Maßnahme erst zum jetzigen Zeitpunkt durchgeführt wird. Vor wenigen Jahren wurden im Rahmen des Ausbaues der B 27 bereits Krötendurchlässe eingebaut. Wurde durch Zählung ermittelt, dass diese zu wenig sind oder eventuell an der falschen Stelle? Außerdem wurde im Rahmen des B 27-Ausbaues auch der Gemeindeverbindungsweg mit Radweg von der Walldürner Seite her erneuert. Warum hat man die Krötenquerung dann damals nicht schon mitgemacht? Sie wäre im Rahmen der damaligen Baumaßnahmen sicherlich entschieden billiger gekommen.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich mit meinem Leserbrief bei vielen Umwelt- und Tierschützern einen Sturm der Entrüstung entfachen werde. Das Wohlergehen von Kindern ist mir aber allemal wichtiger. Hätte es hier nicht auch andere Wege gegeben, bei denen Artenschutz und Ökonomie besser zu vereinbaren gewesen wären? Wenn man bedenkt, dass die Zeit der Krötenwanderung doch recht überschaubar ist, hätten sich bestimmt Viele bereit erklärt, für 220 000 Euro den Transport der Tiere über die Straße und damit deren Rettung zu übernehmen. Umgerechnet auf 20 Jahre stünden pro Jahr immerhin 11 000 Euro als Hinzuverdienst zur Verfügung.

Interessant wäre noch zu erfahren, wie viele Kröten pro Saison die Straße überqueren und wie viele davon durch den Autoverkehr getötet werden.

Bei dieser Art der Steuergeldverschwendung würde es mich nicht wundern, wenn nach Abschluss der Maßnahme auch noch eine große Einweihungsfeier aus Steuermitteln finanziert wird, im Rahmen derer der/die Verantwortliche dann zum "Froschkönig" gekrönt wird.

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