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Leserbrief - Zu „Aufwand ist klimaschädlich“ (FN, 15. Juli) Kritik an einer ganzen Branche

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Sehr geehrter Herr Dr. Zapf, mein erster Gedanke beim Lesen war: Hoffentlich haben Sie zum Schreiben nicht Notebook oder Tablet benutzt. Denn diese besitzen ja auch die als klimaschädlich abgestempelten Lithium-Ionen-Akkus. Ebenso ist dieser Batterietyp milliardenfach in Smartphones, Fitnessuhren, Kopfhörern und allen anderen tragbaren Geräten.

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Diese Geräte werden meist nach kurzer Nutzungsdauer „entsorgt“ oder gegen ein neueres, schickeres Modell ausgetauscht. Im Gegensatz dazu hat der Akku eines Autos ein viel längeres Leben. Kein namhafter Autohersteller kann es sich leisten, sich um das Recycling der Akkus keine Gedanken zu machen. Am Ende des Autolebens weisen die Akkus noch genügend Kapazität auf um als stationäre Stromspeicher ein „zweites Leben“ zu beginnen, bis sie dann erst nach vielen Jahren endgültig entsorgt werden müssen.

Im Übrigen verwenden auch Fahrzeuge, welche die von Ihnen erwähnte Wasserstoff-Technologie als Antrieb nutzen, ebenfalls einen Lithionen-Ionen-Akku.

Die elektrische Energie, welche aus dem Wasserstoff gewonnen wird, kann nämlich nicht direkt in Antriebsenergie umgesetzt werden. Außerdem lassen Sie unerwähnt, dass in den Katalysatoren der 60 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw dutzende Edelmetalle verbaut sind, die auch nicht einfach vom Himmel fallen. Und wenn wir schon dabei sind: Benzin und Diesel wachsen auch nicht auf Bäumen.

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Mit ihrem Halbwissen kritisieren Sie eine ganze Branche, ohne die eigene Komfort-Zone verlassen zu wollen. Ich gehe davon aus, dass sie zukünftig auf Smartphone, Tablet, Notebook und Pkw verzichten.

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