„Klimaaktivisten von allen Geistern verlassen?“

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Leserbrief zu „Gewalt-Vorwürfe nach Demonstration“ (FN, 19. Januar).

Lützerath: Allen voran die „Grüne Jugend“, die mit zahlreichen Umweltorganisationen, einschließlich gewaltbereiten Gruppen, wie Linksextremisten, den nicht gewaltfreien Protest anführten. Sind diese Klimaaktivisten von allen Geistern verlassen?

Sie planen weitere Protestaktionen. In einer Zeit voller Krisen, in der vor allem Deutschland, ein Industrieland ohne Rohstoffe, besonders gefährdet ist. In der sich schon jetzt viele Bürger um ihre zukünftige wirtschaftliche Existenz sorgen müssen. Zerstören diese politischen Akteure nicht schon ihr „morgen“, das sie als Erwachsene meistern müssen? Die Vita von Joschka Fischer spiegelt die Geschichte von Bündnis 90/Die Grünen wider. Er war zunächst Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf und avancierte als Grünen-Politiker zum Außenminister und Vizekanzler der BRD. Geht es zu weit diese Klimaaktivisten mit Terroristen zu vergleichen? Wie wird z.B. Cypermobbing von den betroffenen Jugendlichen empfunden? Einfach fragen.

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Die selbsternannte Jury, mit dem Unwort des Jahres 2022: „Klimaterorristen“, und die FN-Autorinnen des Artikels zu diesem Thema halten den warnenden Vergleich mit der linken „Terrorgruppe RAF“ für diffamierend. Ist das guter Journalismus, die RAF isoliert von der APO (Außerparlamentarische Opposition) und der linken Protestbewegung der 68er zu bewerten?

Für Klaus Schroeder, SWR2 Wissen, war die RAF ein Kind der APO. Seine Analyse: „Die gewaltbereite und intolerante bis totalitäre und damit auch antizivile Seite des 68er-Protests ist bisher in den Betrachtungen weitgehend ausgeblendet worden.“