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Kirchen für Klimaschutz

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Leserbrief zu „Umkehr zu Gott statt Energiewende“ (FN, 15. Juli).

Kurt Wagner spricht sich in seinem Leserbrief gegen einen Ausbau von Windenergie aus und zwar unter Berufung auf einen christlichen Gott, der/die uns den Klimawandel als Strafe schickt, die wir hinnehmen müssen.

Dass hier aus wissenschaftlicher Sicht klar widersprochen werden muss, steht für mich fest, denn dass der Klimawandel menschengemacht ist, ist belegt.

Ich möchte aber auch mit der von Ihnen genutzten Begründung – dem christlichen Glauben – widersprechen. Gerade Jesus spricht im Neuen Testament von aktiven Menschen, die selbstwirksam ihr Schicksal auf Erden prägen (Beispiel: Mt 7,24-27).

Das von Ihnen dargestellte passive Menschenbild, dass die Verantwortung an allem Leid der Erde allein Gott zuschreibt, ist, selbst wenn man ausschließlich die Bibel heranzieht, unvollständig und inkorrekt.

Lenkt man nun den Blick auf die Kirchen in Deutschland, findet man auch hier deutliche Positionen zum Thema Klimaschutz.

Ungeachtet der Öffentlichkeit und – anbei angemerkt – schlecht kommuniziert, sprechen sich beide großen christlichen Kirchen seit Jahren sehr deutlich für den aktiven Klimaschutz aus. Beispielhaft zu nennen ist hier das Positionspapier der EKD: „Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben“.

Sogar der Papst hat ein für ihn ungewöhnlich deutliches Papier (Titel: Laudato si) zum Thema veröffentlicht.

Ich möchte mit dieser Argumentation nicht die Kirchen und das Christentum lobpreisen. In anderen Feldern möchte ich mir vorbehalten sie sehr stark zu kritisieren.

Ich möchte Ihnen damit nur deutlich machen, wie weit hergeholt Ihr Glaubensstatement gegen Windenergie ist.

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Luise Schneider
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