„Kind wird zum Objekt“

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Leserbrief zu „Kippt die Ampel Paragraf 218?“ und „Paragraf 218 muss weg“ (FN, 5. Januar):

Wie es zu erwarten war, sollen der Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen (Paragraf 219a StGB) bald weitere Schritte folgen.

Die angestrebte Entfernung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbesuch wird auch nur ein Zwischenziel auf dem Weg zur Freigabe von Abtreibungen sein.

Begründet wird dieses Vorgehen mit dem „Menschenrecht auf reproduktive Selbstbestimmung“. Die Frau, so Familienministerin Paus, sollte alleine entscheiden, ob sie ein Kind austragen möchte oder nicht.

Das Menschenrecht des ungeborenen Kindes auf das eigene Leben erwähnt sie mit keiner Silbe. Und was ist mit dem Mitspracherecht des Vaters? Dagegen soll die von der Regierung einzusetzende Kommission unter anderem auch die Möglichkeit zur Legalisierung der Eizell-Spende und die altruistische Leihmutterschaft erörtern. Auf der einen Seite also das Ziel, ein ungeborenes Kind allein aufgrund der Entscheidung der Mutter abtreiben zu können, auf der anderen Seite die Legalisierung aller erdenklichen Möglichkeiten, ein Kind zu zeugen. Das Kind wird so zum Objekt, dem Menschenwürde und -rechte nur zuerkannt werden, wenn es erwünscht ist. Abtreibungen als „medizinische Versorgung“ und „ärztliche Hilfeleistung“ zu bezeichnen, verschleiert die Tatsache, dass bei jeder Abtreibung ein Mensch getötet und diesem seine Zukunft genommen wird.

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Ute Göggelmann
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