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Leserbrief - Zu „Betrug quer durch die Corona-Hilfen“ (FN, 15.12.) „Kehrseite der Medaille“

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Völlig zu recht werden Betrüger von wahrheitswidrigen Angaben zu Corona-Hilfen von den Staatsanwaltschaften verfolgt und wegen Subventionsbetrug zur Rechenschaft gezogen.

Leider gibt es aber auch Vorgänge, welche von der Kehrseite der Medaille zeugen, von denen ich rein zufällig von meiner Friseurin erfuhr. Sie hatte nach einem Corona-Lockdown wochenlang ihren Salon schließen müssen und deshalb Unterstützung beantragt.

Nachdem sie nach der langen Zeit mit Hygiene-Maßnahmen wieder öffnen durfte, verlangten die Behörden die Corona-Hilfe vor Kurzem wieder zurück. Begründung: Sie habe in den Folgemonaten nach der Wiedereröffnung überdurchschnittlich viel verdient.

Dabei ist dies doch völlig logisch, denn viele männliche Kunden kamen durch die lange Schließung einem „Anton Hofreiter-Look“ sehr nahe und auch manche Damen waren oft nicht wiederzuerkennen. Deshalb machten die Friseure Überstunden und verzichteten gar auf ihren freien Montag, um den Wünschen ihrer Kundschaft gerecht zu werden.

Für mich wiehert deshalb der Amtsschimmel, wenn von den Friseuren trotz vieler vorheriger Entbehrungen die Corona-Hilfe zurückverlangt wird.

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