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Leserbrief - Zu „Grundschulen gehen leer aus“ (FN 15. Dezember) Kann man das glauben?

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Ich entnehme dem Artikel, dass das Gesundheitsministerium beim Kultusministerium angefragt hatte, ob die Grundschulen nicht auch (wie die anderen Schularten) mit FFP2-Masken „bedient werden könnten“.

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Bei 1,6 Millionen übrigen Masken im Bestand hätte dies ein Leichtes sein können. Das Kultusministerium unter Leitung von Frau Dr. Eisenmann hat abgelehnt, weil es an Grundschulen keine Maskenpflicht gäbe. Gerade weil es an Grundschulen keine Maskenpflicht gibt und Grundschulkinder ungeschützt Aerosole verbreiten können, wäre es noch wichtiger gewesen, Masken an die Grundschullehrer zu verteilen, die sowohl deren Schüler als auch sie selbst schützen.

Auch wenn Studien noch keine einheitlichen Ergebnisse vermitteln, so ist von einer Ansteckungsgefahr durch Grundschulkinder auszugehen. („Auch jüngere Kinder können sich anstecken und Infektionen weitergeben. Es gibt gerade eine neue Studie aus den USA, die zeigt, dass Kinder unter zwölf Jahren in Haushalten mindestens genauso infektiös sind wie Kinder über zwölf Jahre.“ MDR 21.11.2020).

Da infizierte (Grundschul-)Kinder in der Regel weniger Symptome zeigen als infizierte Erwachsene, sind Grundschullehrer stärker gefährdet als deren Kollegen an weiterführenden Schulen. Dort besteht ja ohnehin Maskenpflicht für die Schüler, wodurch die Ansteckungsgefahr verringert wird. Gerade eine Kultusministerin (CDU) sollte doch alles dafür tun, um den Lehrerausfall durch Corona-Erkrankungen an Grundschulen zu minimieren.

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Schade, dass die Anfrage des Sozialministeriums (Grüne) abgelehnt wurde. Verstehen kann ich das nicht. „Die Fürsorgepflicht gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern steht für das Kultusministerium an höchster Stelle“, schreibt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport auf seiner Homepage selbst. Kann ich das glauben?

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