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Leserbrief - Zur Berichterstattung über das Thema Billigfleisch in Discountern „Ist nun Besserung angesagt?“

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Wird Aldi nun zum Paulus, oder steckt eine neue Marktstrategie bei der Ankündigung „kein Billigfleisch mehr zu verkaufen“ dahinter? Aldi war in den letzten Jahrzehnten meist Vorreiter der vielen ruinösen Preissenkungswellen bei Nahrungsmittelprodukten.

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Die Lebensmitteldiscounter hatten im letzten halben Jahrhundert, unter Ausnutzung ihrer Marktmacht, gegenüber den Zulieferern von leicht verderblichen Produkten jegliche Narrenfreiheit. Diese Machenschaften wurden durch Wegschauen der Kartellbehörde geduldet. Die Politik konnte mit großer Gelassenheit und Genugtuung auf eine mit Billignahrungsmitteln versorgte, und damit ruhig gestellte Bevölkerung, sowie auf unzählige befriedigte „Geiz ist geil“-Konsumenten schauen.

Eine jahrzehntelange Untätigkeit der Politik zu den großen Marktbeherrschern führte dazu, dass viele kleinstrukturierte Einzelhändler, Bauernhöfe sowie Metzger- und Bäckereien auf der Strecke blieben. Hier belastete die Politik noch die kleinen Strukturen mit kaum zu schaffenden Auflagen und Vorschriften. Zwangsweise musste sich die Landwirtschaft in ihrer Produktion den Billigstbedürfnissen der Discounter und Konsumenten stellen. Dadurch wurden in der Tierhaltung Haltungsformen geschaffen, die man heute verdammt und die Landwirte dafür beschimpft.

Ist man nun auch bereit, für die mehr geforderten Tierwohlauflagen in den Betrieben, die einen höheren Arbeitsaufwand und höhere Betriebskosten haben, einen angemessenen Preis zu zahlen? Oder bleiben die Landwirte weiterhin die Restgeldempfänger und Übeltäter?

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