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Leserbrief - Zu „Abstriche beim Klimaschutz“ (FN, 29. April) Ist Nahverkehr mit Abstrichen zielführend?

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In dem ähnlich lautenden Artikel der Rubrik Südwest vom Donnerstag wird es als Rückschlag für Ministerpräsident Kretschmann dargestellt, dass, oder vielleicht besser, wenn Kommunen sich weigern, mit einer Nahverkehrsabgabe den Öffentlichen Nahverkehr finanziell besser auszustatten.

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Abgesehen davon, dass die Ausgestaltung völlig offen ist und die schädliche Subventionierung von Autoverkehr selten hinterfragt wird, ist ein schlechter Nahverkehr in jedem Fall ein Rückschlag für jede Kommune die mindestens die Funktion eines Mittelzentrums hat. Ihr fehlt es dann an Attraktivität durch eingeschränkte Erreichbarkeit und Mobilität innerstädtisch.

Beispiel Bad Mergentheim: in 2017 beschließt der Stadtrat (natürlich nicht einstimmig) eine Reduzierung des Stadtbusverkehrs (die FN berichteten) sowohl in Taktdichte als auch in der Qualität der Erschließung.

Mit Fahrplan 2020 verliert die Stadt quasi über Nacht ihren Regionalbahnanschluss über Lauda, Grünsfeld und Wittighausen nach Würzburg an Wochenenden und Feiertagen.

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Das Ausbleiben vernehmbaren Protests zeigt lediglich den aktuellen Stellenwert eines gut funktionierenden ÖPNV auf dem Land.

Ohne eine vorausschauende Planung im Hinblick einer funktionierenden Verkehrswende wird der Rückschlag dennoch eher bei den betroffenen Städten als bei einem Ministerpräsidenten – egal welcher Partei – liegen.

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