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Leserbrief - Zum Kommentar „Kranke SPD“ (FN, 7. Mai) „In Analyse fehlt wesentlicher Aspekt“

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Walter Serif bemüht sich in seinem Kommentar zur SPD um Fairness. Er hebt hervor, dass die Partei als Juniorpartner der großen Koalition und auch in der Krise gute Arbeit macht, aber leider keinen politischen Profit daraus schlagen kann.

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Und dann verweist er auf die Mitverantwortung der Partei an dieser Entwicklung. Man kann das schlecht abstreiten. Es fehlt aber meines Erachtens ein wesentlicher Aspekt bei der Analyse. Und das ist der Anteil, den die Art der Berichterstattung und die Wahl der Themenschwerpunkte in vielen Medien an dieser Entwicklung haben. Kanzlerkandidaten oder Funktionsträger der SPD werden weiß Gott nicht bloß von ihrer Partei schlecht behandelt – man muss nur an den von Serif so gelobten Peer Steinbrück zurückdenken, oder die Bewertung der SPD-Vorsitzenden in dem Kommentar anschauen.

Darüber hinaus: Serifs Kommetar ist überschrieben mit „Kranke SPD“. Das muss man auf seine negative Wirkung hin nicht groß untersuchen – dagegen hilft die Differenzierung im Text selbst nur bedingt. Darüber hinaus: Die Kommentare dieser Ausgabe befassen sich mit der zentralen Frage der Berufung eines Wehrbeauftragten und zum Beispiel nicht mit dem Verhalten einiger Ministerpräsidenten beim „Exit“, das offensichtlich zu allererst ihrer Profilierung als starke Männer dient. Dafür werden sie bewundert, dieses Verhalten macht jemanden wie Markus Söder „kanzlerfähig“.

„The winner takes it all.“ Stimmt. Aber wer der Gewinner ist, wird durch solche Kriterien und ihren Platz in den Medien mitbestimmt.

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