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Leserbrief - Zu „Impfung muss freiwillig bleiben“ (FN, 13. Dezember) „Impfpflicht überfällig“

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Bundestag und Bundesrat beschlossen endlich eine Impfpflicht für Gesundheitseinrichtungen. Asiatische Staaten hatten in jüngerer Vergangenheit bereits mit Epidemien zu kämpfen und reagierten aus Erfahrung souverän und erfolgreich mit Lockdowns und Impfungen.

Ein „Zwischendrin“, wie Susanne Landwehr meint, ist Viren unbekannt. Viren sind auch die Grundpfeiler unseres gesellschaftlichen Umgangs unbekannt: Diskussionen, Kompromisse, Konsens. Deshalb ist „Laissez-faire“, also jeder handelt nach eigenem Gutdünken, hier falsch. Die Franzosen beschlossen bereits am 26. Juli eine Impfpflicht für das Gesundheitswesen und andere Berufsgruppen. Angeblich konnten lediglich 0,9 Prozent (überwiegend nicht akademisch gebildetes Personal) beruflich nicht weiter tätig sein. Laissez-faire bei pandemisch bedingten Impfpflichten ist falsch und unfair gegenüber gesundheitlich geschwächten Menschen und medizinischem Personal. Das lange Ausbleiben der überfälligen generellen Impfpflicht ermöglichte den Feinden der Demokratie durch Verbreitung von Verschwörungslügen erst die Mobilisierung unbedarfter Bürger.

Nicht das Virus, sondern das zögerliche Verhalten der Politiker und die Volksverhetzung durch bestimmte rechtsgerichtete Personen verursachen die Spaltung der Gesellschaft. Das Virus legt alle systemischen und menschlichen Schwächen frei, auch im Agieren der gewählten Parteien. Nach Beendigung der Pandemie durch eine Impfpflicht gilt es Schwachstellen zu verbessern.

Rechtsradikale Verschwörungslügner werden dann die Klimakatastrophe wieder verstärkt für ihre Zwecke nutzen.

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