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Hier hat der Leser das Wort - Zum Leserbrief „Prophezeiungen sind eingetroffen“ (FN, 11. Oktober) „Ihr Vergleich ist völlig inakzeptabel“

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Sehr geehrter Herr Bauer, Ihr Leserbrief hat mich immer wieder beschäftigt, so dass ich mich entschlossen habe, darauf zu reagieren.

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Ich kann nicht nachvollziehen, dass Sie sich als belesener und weit gereister Mensch die Frage stellen, ob nachfolgende Generationen irgendwann genauso überlegen würden, warum Merkel gewählt wurde, wie wir heute (im In- und Ausland) nicht verstehen können, wie einst Hitler gewählt werden konnte.

Gleich, wie man politisch zu Frau Merkel steht, ob man die Entscheidungen (auf die sie vermutlich anspielen) 2015 als humanitär geboten oder großen Fehler einschätzt, so sollte doch eines außer Frage stehen: Hitler hat Millionen Menschen in Krieg, Flucht und Tod gestürzt, war Diktator und hat Terror in der ganzen Welt verbreitet. Innerhalb weniger Jahre hat er die Demokratie abgeschafft.

Frau Merkel ist demokratisch gewählt und vor allem in der Kritik, weil sie Menschen auf der Flucht Unterstützung gewährte. Unsere Welt ist in den vergangenen Jahren komplexer und unberechenbarer geworden. Gedanken über die Zukunft können von Zuversicht und Hoffnung, aber auch von Sorgen und Ängsten geprägt sein. Ein Vergleich, wie Sie ihn aufführen, ist jedoch völlig inakzeptabel. Ich hoffe Sie haben schon jetzt Enkel/Nichten/Neffen oder (junge) Menschen in der Nachbarschaft, die Sie auf Ihren Leserbrief angesprochen haben.

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Einen Blick wert wären sicher auch die Texte des Ehepaars Assmann, die mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurden.

Das Paar beschäftigt sich schon Jahrzehnte mit der Bedeutung der Geschichte für die Zukunft und ein friedliches Zusammenleben auf der Welt.

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