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Leserbrief - Zu „Baden-Württemberg führt Maskenpflicht ein“ (FN, 21. April) „Grüne und der Zahn der Zeit“

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Grüne und der Zahn der Zeit: Grüne sind in diesen Tagen ziemlich lautarm geworden. Aus gutem Grund: Sofern sie sich nicht doch noch Mr. Trumps Verschwörungstheorien anschließen wollen, stehen sie vor einer existenziellen Frage: Haben die Veränderungen unserer Lebenswelt manipulierbaren Charakter oder lassen sie sich als Teil der Evolution verstehen?

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Gewichtige Teile der Veränderung sind unbeeinflussbar im evolutionären Charakter der Natur begründet, andere Folge menschlichen Handelns. Aber blind auf mindestens einem Auge ist, wer das menschliche Handeln nicht auch oder maßgebend als Teil dieser Natur – und damit der Evolution – sieht.

Die Schar der theologisch vorgebildeten „grüner“ Teilpopulation ist überraschend groß und mag den Verdacht nähren, dass sich die Unterstellung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, gegen die von Charles Darwin vermittelten Einsichten behauptet hat. Vor diese prinzipielle Diskussion haben die Götter modernerweise nicht den Schweiß, sondern Viren gestellt.

Ein Resümee zur mutmaßlichen Halbzeit einer im eigentlichen Sinne „vorläufigen“ Krise rechtfertig dieses Statement: „Dass es ein Krieg sei, wurde mehrfach geäußert. Und tatsächlich geht es zu wie bei Kriegen: Man zieht in sie hinein mit viel Coeur und wenig Raison. Sonst würde man am Anfang die Kriegsziele deklarieren, damit man auch den Zeitpunkt eines Waffenstillstands kalkulieren kann.“

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