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Leserbrief - Zu „Völlig verunglückt“ und „Innenminister drückt aufs Tempo“ (FN, 31. März) „Gesellschaft muss sich fragen, was sie will“

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Die „Diskussion“ über „die“ Politik vor allem in der Flüchtlingsfrage „muss“ aufpassen, dass sie nicht den Boden der Realität verliert.

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Erst wird in der öffentlichen Meinung kritisiert, dass sich durch die langen Koalitionsverhandlungen nichts tut; dann wird dem neuen Innenminister „völlig verunglückt“ zugeschrieben.

Erst wird der Eindruck erweckt, die Regierungen (Bund und Länder und Europa) tun nichts; dann wird vom „Aktionismus“ des Bundesinnenministers geschrieben.

Erst wird der Eindruck erweckt, Deutschland sei ein offenes Land, dann wettert man (wirklich nur die AfD-Anhänger?) gegen die Flüchtlinge.

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Erst wird Frau Merkel im Jahr 2015 von der ganzen Welt wegen der Willkommenskultur gelobt; nur in Deutschland wird sie plötzlich abgelehnt (sowohl Frau Merkel wie auch die Willkommenskultur). Erst wird das lange Hinziehen der Abschiebungen von nicht anerkannten Flüchtlingen kritisiert; nun ist man gegen die Vorschläge des Innenministers (das war aber auch schon so unter dem alten Innenminister).

Wahrscheinlich sollte sich unsere Gesellschaft zunächst einmal fragen, was sie wirklich will und kann. Ansonsten wird jeder Vorschlag benutzt (und das nicht nur von der AfD).

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