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Leserbrief - Zum aktuellen Bundesliga-Trainerkarussell Fußball wird immer paradoxer

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Im gesellschaftlichen Leben empfiehlt man in der Regel, Entscheidungen möglichst schnell zu treffen. Dies ist aber im Trainergeschäft, nach den Erfahrungen der aktuellen Spielzeit, nicht ratsam. Denn: Nachdem Trainer Hütter von Frankfurt und Rose von Mönchengladbach ihre Wechsel nach Gladbach und Dortmund kundtaten, verspielte die Eintracht die sicher geglaubte CL-Teilnahme und die Borussen vom Niederrhein mussten gar einen Platz in der Europaleague an Union Berlin abgeben.

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Hinzu kommen die neuerdings horrenden Ablösesummen für Trainer. Dortmund zahlte fünf Millionen Euro für Rose an Gladbach, die wiederum 7,5 Millionen Euro für Hütter an Frankfurt begleichen müssen. Hätte man in Dortmund nur ein paar Monate länger gewartet und die Entwicklung von Favre-Nachfolger Terzic verfolgt, wäre man um die fünf Millionen Euro reicher. Terzic hat seit Dezember eine nahezu tote Mannschaft wieder zu einer Einheit zusammengeschweißt und mit Platzdrei an die Fleischtöpfe der Champions League geführt. Der Gewinn des DFB-Pokals gegen Leipzig war das Sahnehäubchen. Ob er künftig als Assistent von Rose fungiert, bleibt fraglich.

Der absolute Höhepunkt, was Ablösesummen betrifft, sind die kolportierten 25 bis 40 Millionen Euro, die Bayern München für Trainer Nagelsmann hinblätterte. Der Jung-Trainer schaffte weder in Hoffenheim, noch in Leipzig einen Titel, ist aber in München zum Titelholen verdammt.

Nur weil sich die Bayern-Oberen im internen Zwist zwischen Erfolgstrainer Flick und Sportmanager Salihamidzic auf die Seite des Letzteren schlugen, kam es zu diesem Bruch. Weil Nagelsmann seine bisherigen Assistenten mit nach München nehmen will, muss auch eine so erfolgreiche wie beliebte Vereinsikone Gerland seinen Hut nehmen. Fußball paradox!

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