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Leserbrief - Zur Berichterstattung über den Wirecard-Untersuchungsausschuss „Für viele Bürger geradezu grotesk“

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In den Berichten über die Ergebnisse des Wirecard-Untersuchungsausschusses gab es schon sehr früh Schuldzuweisungen an das Bundesfinanzministerium mit der Zielrichtung, dem Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Amtsversagen vorzuwerfen.

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Mit einer Artikelserie in der „Financial Times“ wurden 2015 erstmalig begründete Zweifel an der Seriosität des Geschäftsmodells Wirecard geäußert. Der damalige bayerische Minister für Finanzen, Markus Söder, und auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben den drohenden Finanzskandal drei Jahre lang ausgesessen und ihn dann 2018 an Olaf Scholz weitergereicht. Mit zweifelhaften Testaten der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young wurde der Bilanzbetrug jahrelang abgesegnet und so das Vertrauen in das Unternehmen fälschlicherweise gestärkt. Deshalb tragen vor allem der langjährige bayerische Finanzminister Söder 2011 bis 2018 und der für die Bafin zuständige Bundeswirtschaftsminister Altmaier die politische Hauptverantwortung für den größten Finanzskandal in der Bundesrepublik.

Für viele Bürger ist es geradezu grotesk Olaf Scholz mit Vorwürfen zu konfrontieren, die ihm letztlich seine Amtsvorgänger eingebrockt haben. In der Zeit wo der Wirecard Skandal dem Höhepunkt zustrebte war Scholz von 2011 bis 2018 Erster Bürgermeister der Stadt Hamburg.

Es wäre deshalb wichtig, dass auch Bayern prüft, inwieweit der damalige Finanzminister Söder und die CSU ihre schützenden Hände über die schwarzen Löcher in den Wirecard-Bilanzen gehalten haben und eine Aufarbeitung des Skandals hinausgezögert und damit vielen Aktionären Verluste zugefügt haben.

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