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Leserbrief - Zum Thema „Elektrifizierung der Tauberbahn“ Für Oberleitung geeignet

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© Fotolia/mapoli-photo

Nach der „Höllentalbahn“ ist die Kursbuchstrecke (KBS) 782 im Vorbachtal zwischen Weikersheim-Niederstetten-Schrozberg mit einem Höhenunterschied von mehr als 220 Metern eine der längsten und kurvenreichsten Steilstrecken im Ländle. Die größte Neigung von 1 : 70 in gebirgsbahnartigem Charakter besteht zwischen Niederstetten und Schrozberg. Analog einer inzwischen begonnenen Nutzen-Kosten-Untersuchung auf der KBS 781 von Aschaffenburg nach Miltenberg, soll unter anderem auch der Bereich von Miltenberg-Wertheim-Lauda-Crailsheim nach möglichen neuen Antriebstechnologien untersucht werden. Die gesamte Trasse bis Crailsheim ist für ein zweites Gleis angelegt und so für einen Oberleitungsbetrieb bestens geeignet (Lichtraumprofil, Brücken etc.). Für Ostsachsen untersuchten aktuellWissenschaftler der TU Dresden und Berlin emissionsfreie Antriebsformen. Dabei wurde die grundsätzliche Bedeutung der klassischen Elektrifizierung von Bahnstrecken unterstrichen. Diese bieten auch das größte Potenzial zur CO2-Einsparung und sind auf lange Sicht am wirtschaftlichsten. Auf der Steilstrecke zwischen Weikersheim und Schrozberg sind Akku-Züge als problematischen einzustufen und Ladestellen könnten nur in Lauda-Königshofen und Crailsheim angeboten werden. Eine durchgehende Elektrifizierung der Bahnstrecken von Aschaffenburg nach Crailsheim bietet zusätzliche fahrplantechnische Möglichkeiten für eine Ausweich-/Umleiterroute. Sie wäre zudem die kürzeste Verbindung von Frankfurt am Main nach Ulm unter Umfahrung der stark überlasteten Fern- und Güterbahnen über die Ballungsräume Mannheim und Stuttgart. Für den Lückenschluss, KBS 757 (Aalen-Ulm), ist die Elektrifizierung in der Planung.

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