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Leserbrief - Zu „An den Betriebskosten scheiden sich die Geister“ (FN, 21. Mai) Freibad in ein Allwetterbad umwandeln

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In der Ausgabe von 21. Mai war zum Thema Hallenbad in Tauberbischofsheim unter der Überschrift „An den Betriebskosten scheiden sich die Geister“ zu lesen, ich hätte mich in der Gemeinderatssitzung am 19. Mai wie folgt geäußert: „Ich würde ein ganzjährig nutzbares Hallenbad einem Freibad vorziehen.“

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Dies habe ich nicht gesagt und dies entspricht auch nicht meiner Meinung. Offensichtlich bin ich hier von Redakteur Fingerhut missverstanden worden. Wie Herr Fingerhut richtig ausführt, habe ich dafür plädiert ein Hallenbad zu bauen und dieses an das Freibad anzudocken und somit ein „Allwetterbad“ zu schaffen. In diesem Zusammenhang habe ich darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei, bei der unumgänglichen Sanierung des Freibades die Sanitäranlagen noch nicht zu sanieren, da nach einem Hallenbadbau die Sanitäranlagen des Hallenbades alle Badegäste nutzen könnten.

Die Sanitäreinrichtungen eines Freibades sind in der Regel im Freien und können im Winter nicht genutzt werden. Ansonsten muss das Freibad unbedingt saniert und erhalten werden. Hierfür sprechen nicht nur die gleichen oder ähnlichen Argumente wie für den Bau eines Hallenbades, sondern auch der große Freizeitwert unseres Freibades welches durch die hohen Nutzerzahlen bei schönem Wetter eindrucksvoll unterstrichen wird. Aber für schlechtes Wetter, insbesondere aber für die kalten Jahreszeiten, brauchen wir auch unbedingt ein Hallenbad.

Dem Kommentar von Herrn Fingerhut zum Thema kann ich nur voll zustimmen. Ich bin der Meinung, dass die laufenden Betriebskosten in der Machbarkeitsstudie viel zu hoch angesetzt sind. Die Studie geht von einem unabhängig vom Freibad betriebenen Hallenbad aus, welches zum Beispiel auch bei der Nutzung durch die DLRG oder andern Vereinen mit einer städtischen Badeaufsicht besetz sei. Darüber hinaus gibt es bei einem „Allwetterbad“ viele Synergieeffekte, insbesondere in den Übergangszeiten (zum Beispiel Videoüberwachung der Außen- und Innenbecken durch eine Badeaufsicht). In der Gemeinderatssitzung habe ich auch ausgeführt, dass sofern ich mich zwischen der ins Auge gefassten Sanierung des Stadteingangs Ost und dem Bau eines Hallenbads entscheiden müsste, ich mich für Letzteres entscheiden würde. Auch die derzeit niedrigen Zinsen sprechen für einen raschen Bau des Hallenbads und gegen ein Verschieben auf den Sankt Nimmerleinstag. Wir brauchen ein Hallenbad, damit die Kinder unserer Stadt das Schwimmen lernen können, die Gesundheit unsere Einwohner durch das tolle Kursangebot der verschiedenen Vereine weiter gefördert werden kann sowie der Schulsport (Schwimmen) ganzjährig bei jedem Wetter möglich ist.

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Auch die Tourismusförderung durch ein „Allwetterbad“ (vielleicht mit Sauna) sollte nicht unterschätzt werden. Darüber hinaus geht es hier auch um eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Sozial benachteiligte Familien haben nicht die Möglichkeit, sich den Besuch teurer Freizeitbäder zu leisten.

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